Hertha BSC

Zäher Rogel-Poker bremst Wintertransfers aus

Verteidiger Agustin Rogel wirres Pokerspiel zieht sich in die Länge, jetzt hat Hertha nur noch 12 Tage, um  einen Spieler zu verpflichten.

Author - Wolfgang Heise
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Agustin Rogel ist bei Hertha BSC nicht mal mehr ein Bankdrücker. Er steht kurz vor dem Wechsel nach Südamerika.
Agustin Rogel ist bei Hertha BSC nicht mal mehr ein Bankdrücker. Er steht kurz vor dem Wechsel nach Südamerika.IMAGO/Michael Taeger

Bei Hertha BSC kann man den Moment kaum noch abwarten. Wann ist Topverdiener Agustin Rogel (28) endlich von der Gehaltsliste? Der uruguayische Verteidiger pokert weiter, um bei einem Klub in Südamerika unterzukommen. Das Problem: Die Zeit rennt den Blau-Weißen davon, um selbst noch einen neuen Spieler bis zum 2. Februar zu verpflichten.

Leitl hält sich an Sparkurs

Der knallharte Sparkurs zwingt die Blau-Weißen dazu. Erst Spieler weg, dann ist der Weg für einen neuen Profi frei. Das macht auch Trainer Stefan Leitl nochmal eindeutig klar: „Es kann sein, dass noch etwas passiert, aber nur, wenn wir intern Dinge lösen, um eventuell Budget freizubekommen, um jemanden zu verpflichten.“

Hertha-Trainer Stefan Leitl  steht auch in der Kälte seinen Mann.
Hertha-Trainer Stefan Leitl steht auch in der Kälte seinen Mann.IMAGO/Sebastian Räppold/Matthias Koch

Mit interne Dinge ist in der Hauptsache Rogel gemeint. Sein Heimatklub Nacional Montevideo will ihn unbedingt seit Wochen haben. Zuletzt funkten noch die argentinischen Vereine Club Atletico Platense und Estuadiantes de La Plata dazwischen. Momentan ist aber Nacional wieder vorne im Rennen.

Rätsel um Rogels Vertragsauflösung

Das Problem: Es gibt keinen Verkauf im üblichen Sinne, obwohl der Verteidiger noch einen Vertrag bis Juni 2026 hat, sondern eine Vertragsauflösung. Und da gibt es zwei Knackpunkte. Hertha will vom aufnehmenden Klub eine Klausel, dass man beim möglichen Weiterverkauf an der Ablöse beteiligt wird. Und Rogel selbst will angeblich noch für Februar und März Gehalt bei Hertha kassieren.

Das machen die Hertha-Bosse aber nicht mit. Und so zieht sich der Wechsel von Tag zu Tag weiter. Und die Zeit verstreicht, um vielleicht selbst noch auf dem Transfermarkt tätig zu werden.

Bisher ist Hertha wegen eines schnellen Winterwechsel  nicht aktiv geworden (das gilt nicht für die Saisonplanung ab Sommer). Das bestätigt auch Leitl: „Wir haben kein Angebot abgegeben. So wird es Stand jetzt auch nach dem 31. Januar sein. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Kader.“ Eine Verstärkung wäre trotzdem noch gut ...