Für Stefan Leitl ist die Saison trotz verpassten Aufstiegs noch nicht gelaufen. Vor dem Auswärtsspiel von Hertha BSC am Sonntag (13.30 Uhr) bei Fortuna Düsseldorf macht er klar, was er in den restlichen acht Spielen will: Siege! Eine Casting-Show für junge Talente aus der Akademie wird es bis Mai nicht geben.
Hertha braucht Siege: Es geht um das TV-Geld
Auf die Frage, ob vielleicht jetzt mehr jüngere Spieler zum Einsatz kommen, antwortet Leitl knallhart: „Nein, wir sind im Leistungsfußball unterwegs. Für uns geht es um sehr viel in diesem Jahr, auch wenn der Aufstieg erstmal weg ist. Es geht darum, die bestmögliche Platzierung zu erreichen. Denn da geht es um sehr viel Geld.“

Der Verein braucht jeden Cent und ein besserer Platz am Ende der Saison heißt auch mehr TV-Geld. Das schrumpft nämlich immer mehr. In der vergangenen Saison kassierte Hertha BSC noch knapp 20 Millionen Euro. Aber nur deswegen, weil in der Fünf-Jahres-Wertung noch drei Bundesliga-Saisons dabei waren.
In der Bemessung für diese Saison sind es dann nur noch zwei. Weniger Geld gibt es sowieso. Aber Platz 5 oder 12 sind in der Zweiten Liga eben doch ein finanzieller Unterschied, auch wenn es am Ende vielleicht nur eine Million Euro sind.
Leitl ist da ganz und gar Vereinssoldat: „Deswegen ist es unsere Pflicht, das Maximale aus der Saison herauszuholen.“ Das beste Team für den Endspurt, für Experimente ist Leitl nicht zu haben.

Keine Geschenke für Talente
Herthas Mannschaft ist schon sehr jung. Leitl hatte auch den Mut Youngster Kennet Eichhorn ins kalte Wasser zu schmeißen. Für den Coach geht es um Leistung – auch im Nachwuchsbereich und das macht er deutlich: „Generell: Wir werden hier keine Geschenke verteilen. Einsatzzeiten musst du dir verdienen. Das gilt für die Spieler, die zum Profikader gehören. Das gilt genauso für die jungen Spieler, die sich alle bei uns zeigen können und dürfen.“



