Herthas Cheftrainer Pal Dardai spürt endlich wachsenden Teamgeist unter den Spielern. Foto: dpa

Sind Sie erschrocken, weil ich die Tabelle nicht lesen kann? Ja, da steht Hertha BSC auf Rang 13. Im Zeitalter des Corona bedingten Zahlen-Jonglierens und Interpretierens mache ich es auch mal und habe dafür den bekanntesten Zeitzeugen – Pal Dardai.

Der Trainer sagte nach dem Fehlstart von drei Niederlagen und nach Ende der Transferperiode Anfang September: „Für uns beginnt die Saison jetzt!“ Ergo: Die Blau-Weißen sind erst seit fünf Partien im Spielbetrieb und haben neun Punkte geholt. Das ist im Vergleich zu den anderen Bundesliga-Teams im selben Zeitraum Platz 7.

Klar ist das überspitzt, aber es trifft die Realität dessen, was beim Hauptstadtklub in den vergangenen Monaten passiert ist. Dardai hatte in der Vorbereitung wegen EM, Olympia und Verletzungen gerade mal zehn Stammspieler zur Verfügung. Kann ein Fußballlehrer so eine vernünftige Vorbereitung machen? Als die Saison begann, wurde die Mannschaft nochmal erneuert. Matheus Cunha, Dodi Lukebakio, Arne Maier, Luca Netz, Javairo Dilrosun und Daishawn Redan gingen erst im August. Dafür kamen im selben Monat Marco Richter, Myziane Maolida, Jurgen Ekkelenkamp, Oliver Christensen und Ishak Belfodil.

Das ist ein krasser, außergewöhnlicher Umbruch. „Ich bin kein Magier, der auf Knopfdruck dann eine Mannschaft hat“, sagt Realist Dardai. Das 2:1 in Frankfurt sind die ersten Früchte – nicht wegen der drei Punkte, sondern weil es die beste Teamleistung war, die nach einem Tabellensiebten aussah.

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