Jhon Cordoba (l.) will Sonnabend wieder mit Matteo Guendouzi juebeln. Schließlich spielt Herthas Stürmer bei seinem Ex-Klub 1. FC Köln. Foto: imago images/Engler

Hertha BSC spielt mal wieder gewaltig mit den Gefühlen der Fans und mit einer drohenden Krise. Was nun? Man kann nach dem desolaten 0:1 in Bielefeld Trübsal blasen oder einfach nach vorne schauen. Der KURIER präsentiert sieben echte Mutmacher für das Auswärtsspiel in Köln (Sonnabend, 15.30 Uhr), damit es mit einem Sieg klappt.

Aufstehen ist eine blau-weiße Qualität: Wenn alle unken, dass es mit Hertha jetzt so richtig bergab geht, zeigen die Profis Kämpferherz und sind danach Lucky Loser. Zur Erinnerung: im November 2018 verlor Hertha peinlich beim Tabellenletzten Düsseldorf 1:4. Danach gab es ein 3:3 gegen Hoffenheim, ein 2:0 in Hannover und ein 1:0 in Frankfurt. Trainer Bruno Labbadia drückt es so aus: „Wir sind im Dreck gelandet, jetzt müssen wir wieder aufstehen.“

Doppelter Trotz: Das 0:1 in Bielefeld war schon schlimm, doch noch bitterer war das letzte Spiel gegen Köln im Februar 2020. Mit dem temporären Trainerunfall Alexander Nouri verlor Hertha im Olympiastadion 0:5. Es war eine Demütigung. Die Wut für diese Heimpleite vor elf Monaten sollte die Profis noch mehr anstacheln.

Jhon Cordoba gegen den Ex-Klub: Der Kolumbianer kam im Sommer vom 1. FC Köln. Für den Stürmer ist das Wiedersehen am Rhein eine Extra-Motivation. Er ist besonders heiß, jetzt gegen Köln zu treffen.

Vladimir Darida ist in Topform: An dem Tschechen können sich alle Mitspieler orientieren. Der Mittelfeldrenner bringt schon die ganze Saison konstante Leistungen. Beim 3:0 gegen Schalke war er überragend und in Bielefeld der einzige Lichtblick. Fünf Tore bereitete er bereits vor. Es wird Zeit, dass er mal selbst trifft.

Kölns Krise noch schlimmer: Hertha holte aus den letzten vier Spielen vier Punkte (0:0 gegen Mainz, 3:0 gegen Schalke). Köln ist noch schlechter drauf. Es gab nur einen Punkt beim 0:0 in Leipzig. Zuletzt setzte es ein 0:5 in Freiburg. Dagegen klingt ein 0:1 in Bielefeld fast schon wieder harmlos.

Labbadia-Bilanz gegen Köln: Der Trainer spielte mit Leverkusen, Stuttgart, dem HSV und Wolfsburg insgesamt elfmal gegen die Geißbock-Elf. Die Ausbeute ist überdurchschnittlich gut: Sechs Siege, vier Unentschieden und nur eine Niederlage. Köln ist Labbadias Lieblingsgegner. Das sollte doch richtig Mut machen.

Herthas Auswärtsbilanz in Köln: Das ist ein ganz bemerkenswerter, harter Fakt. Nicht nur der Trainer siegt oft, Hertha machte es in der Vergangenheit in der Domstadt noch besser. Von den vergangenen zehn Spielen gewannen die Blau-Weißen sensationelle acht (!). Nur zwei gingen verloren. Hertha ist ein wahrer Angstgegner für die Kölner.

Sieben Argumente für einen Sieg, der bitternötig ist, um nicht in akute Abstiegsnot zu kommen.