Zwei Testspiele, zweimal Gustav Christensen (21) als linker Außenverteidiger für Hertha BSC und das hat der junge Däne beim 15:0 in Frohnau und beim 9:0 in Lichtenberg gut gemacht. Der Leitl-Plan mit dem Rückkehrer von Drittligist FC Ingolstadt geht auf. Vom Flügelstürmer zum Außenverteidiger, das hat Trainer Stefan Leitl schon mal mit einem Spieler gemacht – mit Nationalspieler David Raum (28).
Christensen als neuer Linksverteidiger
Es ist eine Idee aus der Not geboren: Denn momentan gibt es bei den Blau-Weißen keinen linken Außenverteidiger im Kader, nachdem Michal Karbownik (25) den Klub Richtung Türkei verlassen hat. Deyo Zeefuik (28), der eigentlich rechter Außenverteidiger ist, könnte auch auf der anderen Seite spielen, aber er ist nach seiner Muskelverletzung im Oberschenkel noch immer nicht fit.
Jetzt hilft der junge Christensen auf dieser Position aus, doch es könnte mehr werden, als nur ein paar Testspiel-Dummy-Einsätze in der Sommervorbereitung. Denn Leitl denkt offenbar über eine dauerhafte Umschulung des Dänen nach.
Leitl erklärt es so: „Gustav sehe ich jetzt noch nicht auf dieser Position generell. Da muss man auch mit dem Jungen sprechen. Das werden wir jetzt die nächsten Tage auch machen, ob das eine Position für ihn sein kann.“

Leitl schulte David Raum in Fürth um
Leitl sieht da eine Möglichkeit zur Umschulung. Er hat es schon mal als Coach bei Greuther Fürth gemacht: „Ich hatte das mit David Raum schon mal. Der war auch eher offensiv. Und wir haben ihn dann zurückgezogen.“ Raum spielt bis heute bei RB Leipzig und der Nationalmannschaft als linker Außenverteidiger.
Klar ist: Christensen steht noch ganz am Anfang eines solchen Weges. Doch der Gedanke kommt nicht von ungefähr. Auch beim FCI half er schon als Außenverteidiger aus. Wer den Dänen nach seiner Rückkehr beobachtet, erkennt einen deutlich veränderten Spieler. Er ist nicht mehr der schmächtige Teenie, der es schwer in der Zweiten Liga haben könnte.
Christensen hat jetzt mehr Muskeln
Der 1,78 Meter große Christensen wirkt körperlich viel präsenter als noch bei seiner Ankunft 2023. Anderthalb Jahre Dritte Liga haben Spuren hinterlassen. Mehr Muskeln, mehr Robustheit, mehr Zweikampfhärte. Genau das könnte für seine neue Rolle entscheidend werden.
Eigentlich hatte Hertha Christensen einst als Offensivspieler verpflichtet. Der Däne kam vom FC Midtjylland als vielversprechender Außenbahnspieler, konnte sich jedoch nie dauerhaft durchsetzen. Im Februar 2025 wechselte er dann in die Dritte Liga nach Ingolstadt. Die Zeit hat ihm gutgetan.



