Das ging schneller als gedacht. Kennet Eichhorn (16) ist nach seiner Knöchelverletzung vor knapp zwei Monaten wieder bei Hertha BSC auf dem Trainingsplatz. Die Freude der blau-weißen Kiebitze war am Mittwoch riesig, als das Wunderkind wieder auf den Rasen lief. Es klappt noch mit einem Comeback in dieser Saison. Doch bleibt Eichhorn auch danach?
Eichhorn macht Dauerläufe auf dem Schenckendorffplatz
Eichhorn kann endlich wieder draußen trainieren. Mittwoch machte er ein paar Ballübungen an der Betonwand, danach absolvierte er fleißig Dauerläufe auf dem Schenckendorffplatz, während seine Kollegen ein Trainingsspiel machten. Um 13.20 Uhr hatte der defensive Mittelfeldspieler seine individuelle Einheit beendet.

Er schaute noch kurz beim Mannschaftstraining zu und unterhielt sich mit Coach Stefan Leitl. Danach ging er mit einem Ballnetz Richtung Kabine. Beschwerden hatte er keine. Eichhorn soll vorsichtig wieder sein Comeback wagen. Wenn alles weiter so reibungslos läuft, könnte er die restlichen sechs Partien, also ab dem Heimspiel am 11. April gegen Kaiserslautern, wieder in der Startelf stehen.
Ob es seine blau-weiße Abschiedstournee wird, ist offen. Der FC Bayern und Eintracht Frankfurt buhlen hartnäckig um Europas besten Fußballer des Jahrgangs 2009. Doch auch europäische Topklubs wie Real Madrid, Manchester United und Arsenal London haben Eichhorn längst im Visier. Sein Vertrag bei Hertha BSC läuft noch bis 2029. Sein Marktwert stieg in der Hinrunde auf 20 Millionen Euro.
FC Bayern, Frankfurt und Real sind an Eichhorn dran
Die Tendenz geht dahin, dass Eichhorn nach Herthas verpasstem Aufstieg diesen Sommer zu einem Topklub wechseln wird. Für Hertha wäre es ein herber sportlicher Verlust, aber in der Vereinskasse würde es mächtig klingeln.
Wahrscheinlich wäre in den letzten zwei Monaten Eichhorns Marktwert noch weiter gestiegen. Doch in seinem bisher besten Spiel für Hertha BSC, beim 0:0 gegen Schalke am 17. Januar, wurde er kaputt getreten. Das Syndesmoseband im linken Knöchel war angerissen.



