Nach einer abermals enttäuschenden Saison befinden sich die Männer von Hertha BSC bereits seit drei Wochen im Urlaub. Zum dritten Mal in Folge haben sie den Aufstieg in die Bundesliga verpasst. Die Konsequenz ist nicht nur eine erneute Saison in Liga Zwei, sondern auch der daraus folgende Verlust von vielen Leistungsträgern. Kennet Eichhorn hat bei Bayer Leverkusen unterschrieben, Maurice Krattenmacher geht zur SV Elversberg und Fabian Reese ist sich laut übereinstimmenden Medienberichten mit dem VfL Wolfsburg einig.
In diesen schwierigen Tagen schaffen es zumindest die Frauen, ihre ganz eigene sportliche Erfolgsgeschichte zu schreiben. Nach dem Relegations-Hinspiel beim 1. FC Saarbrücken stehen sie kurz vor dem Aufstieg in die Spielklasse, die die Männer nach oben verlassen wollten: die 2. Bundesliga.
Hertha BSC schafft glänzende Ausgangssituation
Der Traum vom Aufstieg lebt bei den Frauen – und wie! Mit einem furiosen 4:1-Erfolg im Ludwigsparkstadion in Saarbrücken verschafften sich die Blau-Weißen eine glänzende Ausgangsposition und setzten ein dickes Ausrufezeichen. Trainer Tobias Kurbjuweit bewies dabei ein glückliches Händchen. Im Vergleich zum letzten Ligaspiel gegen Jena II veränderte er seine Startelf auf zwei Positionen: Mieke Schiemann und Johanna Seifert rückten für Serwaah-Bonsu Danso und Aurelia Haesler ins Team.
Und die Berlinerinnen legten los wie die Feuerwehr. Gerade einmal drei Minuten waren gespielt, da zappelte der Ball schon im Netz. Ronja Borchmeyer eroberte den Ball und schickte Elfie Wellhausen auf die Reise. Die Torjägerin, die in der Regionalliga Nordost bereits 30 Treffer erzielt hatte, blieb eiskalt und vollendete zur Führung.
Nur vier Minuten legten die Berlinerinnen noch einen Treffer drauf: Amelie Blättner setzte nach, scheiterte zunächst an Torhüterin Nora Clausen – doch Johanna Seifert stand goldrichtig und staubte zum 2:0 ab. Danach kamen die Gastgeberinnen zwar besser ins Spiel, wirklich gefährlich wurde es aber kaum. Hertha nahm den Vorsprung mit in die Pause.
Und nach dem Seitenwechsel? Wieder ein Blitzstart! Diesmal dauerte es sogar nur eine Minute. Borchmeyer bereitete erneut vor, Svenja Poock köpfte die Flanke zum 3:0 ins Tor.


