Hertha BSC

3:2 gegen Tirol: Erst Aufregung um Gechter, dann Hertha-Kapitän

Hertha BSC gewinnt auch das vierte Testspiel gegen Österreichs Erstligisten WSG Tirol.

Author - Wolfgang Heise
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Hertha-Verteidiger Linus Gechter war Freitag beim Testspiel gegen WSG Tirol Kapitän.
Hertha-Verteidiger Linus Gechter war Freitag beim Testspiel gegen WSG Tirol Kapitän.IMAGO/GEPA pictures/ Daniel Schoenherr

Wer hätte das gedacht? Die neue junge Mannschaft von Hertha BSC gewinnt auch das vierte Testspiel. 3:2 (1:2)  - nicht gegen einen unterklassigen Gegner, sondern gegen Österreichs Erstligisten WSG Tirol. Starker Auftritt am ersten Tag des Trainingslagers in Kitzbühel. Doch Verwirrung gab es vor der Anreise...

Ein kleiner Fehler und die Gechter-Gerüchte waren da

Da sind wohl einige Fans nervöser als Hertha selbst. Was war passiert? Am Freitag um 13.30 Uhr veröffentlichte der Klub den Reisekader für das Trainingscamp in Kitzbühel. Es fehlte Verteidiger Linus Gechter auf der Liste. Im Internet fingen die blau-weißen Anhänger an wild zu spekulieren. „Ist Gechter jetzt auch noch weg?“, fragten sich viele.

Dabei war die Erklärung ganz einfach: Gechter war schlichtweg vergessen worden auf die Liste zu schreiben, genau wie Jon Thorsteinsson. Den kleinen menschlichen Fehler mit großer Schnappatmung-Wirkung korrigierte Hertha umgehend.

Selbstverständlich war Gechter mit nach Kitzbühel gefahren und am Abend beim Testspiel gegen WSG Tirol nicht nur dabei. Der Innenverteidiger trug sogar die Kapitänsbinde. Ein Anzeichen, dass die Hertha-Bosse und Trainer Stefan Leitl weiter auf Gechter bauen und ihm ein Verbleib mit neuer Chefrolle auf dem Platz schmackhaft machen wollen. Denn Gechter gilt als Wechselkandidat, mehrere Bundesligisten haben ihn im Visier.

Kevin Sessa traf für Hertha BSC gegen WSG Tirol doppelt.
Kevin Sessa traf für Hertha BSC gegen WSG Tirol doppelt.IMAGO/GEPA pictures/ Daniel Schoenherr

Kevin Sessa mit Traum-Blitztor

Gechter führte das Team aufs Feld und Kevin Sessa hatte sofort seinen Gala-Moment. Nach einer Minute und 20 Sekunden hämmerte Schuss volley unter die Latte zum 1:0. Ein Traumtor!

Doch der Jubel hielt nicht lange. Tirol glich fünf Minuten später durch Ademola Ola-Adebomi per Elfmeter aus. Und in der 12  Minute führten die Ösis durch Nikolai Baden mit 2:1. Bei dem Gegentor sah die blau-weiße Abwehr gar nicht gut aus. Zu viele bedenkliche Löcher.

Doch viel bitterer: Marten Winkler (12./Muskelprobleme im rechten Oberschenkel) und Youngster Mayson Grothe (39./Schlag in die Rippen) mussten verletzt vom Platz.

Im zweiten Durchgang drückte Hertha weiter nach vorne und Sessa markierte in der 53. Minute den Ball zum 2:2 über die Linie. Dann hatte Youngster-Stürmer Jelani Ndi seinen großen Auftritt und traf aus 14 Metern zum 3:2 (73.). Das war der Siegtreffer. Ein guter Test, denn Herthas junge Talente ziehen voll mit.

So spielte Hertha BSC: Gersbeck (46.Goller) - Eitschberger (62. Berner), Gechter (53. Dardai), Kolbe (62. Diallo), Grothe (39. Klemens)- Sessa (62. Todorovic), Gouram (46. Telib), Seguin (53. Jensen) - Winkler (12. Thorsteinsson), Grönning (46. Ndi), Brekalo (62. Christensen)