Die Fans von Hertha BSC sind reif für die Champions League, seit Jahren unterstützen sie ihr Team bedingungslos im Olympiastadion. Doch das Problem: Trotz Topkulisse holen die blau-weißen Profis einfach zu wenig Punkte in der Betonschüssel. Auch in der Hinrunde bleibt es dabei: Von einer echten Heimmacht bleibt Hertha weit entfernt.
Wirklich jubeln kann nur Finanzboss Ralf Huschen über die konstanten Zuschauerzahlen. Sie füllen die klamme Vereinskasse. Nach der Hinrunde haben die Blau-Weißen den fast gleichen Durschnitt wie vergangenen Dezember: 48.451, vergangene Hinrunde waren es 48.244. Am Saisonende wird wieder die 50.000er-Marke dank Wetter und Spannung im Liga-Endspurt überschritten sein.
Zuschauerschnitt unverändert hoch
Hertha belegt momentan in der Zweiten Liga hinter Schalke (61.605) damit Platz 2. Die Fans sind schon auf einem Aufstiegsplatz. Aber Herthas Profis sind nur Sechster. Der Grund: Die Blau-Weißen haben noch immer keine echte Heimstärke auf dem Rasen.
Neun Spiele, aber nur vier Heimsiege (1:0 gegen Braunschweig, 2:0 gegen Düsseldorf, 2:1 gegen Münster und 2:0 gegen Dresden) sind zwar schon so viele wie in der gesamten vergangenen Saison, doch noch immer zu wenig. Das sagt auch Kapitän Fabian Reese: „Wir müssen in der Rückrunde zur Heimmacht werden.“
Nur mit echter Heimstärke ist wirklich der Aufstieg noch drin. Nach 17 Spielen haben die Blau-Weißen in neun Heimpartien 14 Zähler geholt, genauso viel wie in acht Auswärtsspielen. Vergangene Saison war die Unwucht noch viel größer: 17 Punkte im Olympiastadion und damit heimschwächstes Team der Zweiten Liga, aber 27 Zähler in der Fremde. Der Trend ist positiv, aber er reicht nicht aus, um zurück in die Bundesliga zu kommen.

Hertha BSC braucht sechs Heimsiege in der Rückrunde
Hertha braucht in der Rückrunde mindestens noch sechs Heimsiege bei acht ausstehenden Partien im Olympiastadion, um zumindest den Relegationsplatz 3 zu erreichen. Die Aufstiegskonkurrenten Schalke, Darmstadt und Hannover sind erst mal die nächsten drei Heimbrocken.


