Lukas Klünter (l.) wurde nicht nur vom Trainer getrölstet, auch Torwart Rune Jarstein richtete ihn wieder auf. Foto: imago images/Contrast

Keiner machte ihm einen Vorwurf wegen seines Eigentors. Nur Lukas Klünter (24) selbst. Der Verteidiger traf in der 37. Minute beim 0:2 in Wolfsburg zum spielentscheidenden 0:1 ins eigene Netz. Im Spiel streifte er das Missgeschick mit einem Sch…-Fluch ab, doch nach dem Abpfiff kamen die bösen Gefühle wieder.

Klünter zermarterte sich in der Kabine der Wolfsburger Arena den Kopf und war der Verzweiflung nahe. Trainer Pal Dardai schritt ein. „Klünti, hör‘ auf damit. Eigentore gehören zum Fußball dazu. Das ist nicht schlimm“, sagte der Ungar. Papa Pal, der Seelentröster!

Dann erzählte der Coach über sein einziges Eigentor in seiner Profi-Karriere: „Das war in Ungarn. Die Fans waren ins Stadion gekommen, um mich zu sehen, hatten riesige Erwartungen. Und was machte ich? Mein erster Ballkontakt landete im eigenen Netz. So etwas passiert.“

Vielleicht hilft Klünter die Anekdote, doch noch entscheidender waren ganz andere Sätze des Trainer. „Klünti hat in Wolfsburg ein gutes Spiel gemacht. Die Mannschaft braucht ihn. Vielleicht macht er gegen Augsburg das wichtige Tor für uns. Erst ein Eigentor und im nächsten Spiel ein Tor. Auch das gab es schon so oft im Fußball.“