Die Freude bei Bayerns Coach Hansi Flick über sechs Titel ist nur kurz. Denn jetzt wird es richtig hart für den Rekordmeister.  Fotomontage: imago images/Simon

Zurück aus der Wüste. Im Gepäck hat der FC Bayern nach dem 1:0 gegen UANL Tigres aus Mexiko den sechsten Titel einer nicht mehr zu toppenden Saison, aber auch jede Menge Sorgen. Das riecht schon fast nach einem Sensationsausrutscher am Montag (20.30 Uhr) gegen Arminia Bielefeld.

Thomas Müller fehlt nach seinem positiven Corona-Test in Katar zwei Wochen wegen häuslicher Quarantäne. Der Rückflug aus dem Wüstenstaat wurde gestern organisiert. Serge Gnabry verletzte sich im Finale der Klub-WM – Muskelfaserriss im linken Oberschenkel. Jerome Boateng fällt weiter aus, weil er sein Privatleben in Ordnung bringen muss.

Dazu sind alle Profis spätestens nach diesem Wüstentrip platt. Trainer Hansi Flick gab den Spielern erst mal zwei Tage frei. Erst morgen wird bei den Bayern wieder trainiert, bevor es dann in der Bundesliga gegen Bielefeld weitergeht

Körperlich am absoluten Limit und dazu gerade einen Titel geholt. Schleicht sich da im Unterbewusstsein der Profis etwas Nachlässigkeit ein – zumal auch noch Einpeitscher Müller fehlt?

Flick freute sich über den Titel-Sixpack: „Ich bin begeistert. Es war viel Unruhe da, trotzdem hat die Mannschaft herausragend gespielt und Historisches geleistet.“ Doch er hat schon eine leise Ahnung: „Es werden Niederlagen hinzukommen, ich denke, dass man das nicht halten kann.“ Vielleicht schon Montag gegen Bielefeld...