Im vergangenen Jahr träumten die Fans des VfL Bochum von der Sensation gegen den FC Bayern. Am Ende siegte der FCB knapp mit 2:1.  Foto: Imago Images

Corona killt den Mythos!

Die scharfen Pandemie-Auflagen für die Klubs im DFB-Pokal drohen den legendären Wettbewerb in diesem Jahr massiv zu verändern. Geschichten, die nur der Pokal schreibt? Sensationen beim Duell Klein gegen Groß wie das Stolpern des FC Bayern beim Dorfklub TSV Vestenbergsgreuth 1994? Oder der 4:0-Triumph des Berliner AK gegen die Profis der TSG Hoffenheim 2012? All das könnte dieses Jahr flöten gehen.

Der Grund: Der DFB verlangt von allen Klubs, dass sie die noch einmal erhöhten Corona-Auflagen für die Austragung der 1. Pokal-Runde (11. bis 14.September) im eigenen Stadion erfüllen müssen.

Für viele Amateur-Klubs, die seit Monaten dem vielleicht größten Highlight der Dorfklub-Geschichte entgegenfiebern, bedeutet das neben dem hohem zeitlichen (allein die Durchführungsbestimmungen umfassen 81 (!) Seiten) Aufwand vor allem einen enormen finanziellen Kraftakt.

Und: Besonders gemein ist der zeitliche Rahmen. Obwohl viele Klubs noch gar nicht sicher dabei sind und planen können (23 Klubs hoffen, sich noch über die Landespokalfinals zu qualifizieren), müssen sie die Unterlagen beim DFB bereits bis 11. August einreichen. Gelingt die Quali nicht, war alles für die Katz.

Die fast logische Konsequenz für viele Dorfklubs: Ein Tausch des Heimrechts. Und das Ende des Pokal-Mythos‘.