Die Erleichterung war im Sportforum fast schon greifbar. 3:1 gegen den BFC Preussen, endlich mal wieder drei Regionalliga-Punkte (erst zum fünften Mal in dieser Saison), endlich mal wieder überall fröhliche Gesichter beim BFC Dynamo. Aber da ist auch die Gewissheit: Das war’s noch lange nicht in Sachen Klassenerhalt. Trainer Sven Körner (43): „Wir können alle die Tabelle lesen.“
„Das war der BFC, wie ich ihn kenne“
Und die besagt: Am Samstag (14 Uhr) steht beim Greifswalder FC – auch wenn es wie immer nur drei Zähler gibt – ein sogenanntes Sechs-Punkte-Spiel an. Und Dynamo kann etwas schaffen, das in dieser Saison bisher noch nicht gelang: zwei Punktspiele am Stück gewinnen.
Das Spiel gegen Preussen hat allen noch mal klar vor Augen geführt, wie man es machen muss. Rufat Dadashov, der nach der Führung durch Tobias Gunte (38.) mit dem 2:1 (58.) und 3:1 (79.) den Sieg eintütete: „Das war der BFC, den ich kenne.“
Der Kapitän sagt auch, was genau er damit meint: „Wir müssen unser Spiel durchziehen. Dieses Pressing, dieses Aggressive – das müssen wir von der ersten bis zur letzten Minute leben. Dann haben wir gegen jeden in der Liga eine Chance.“ Also auch in Greifswald.
Endlich blieben die Köpfe mal oben
Nicolas Ortegel geht noch ins Detail. Dem Torwart, der in Minute 74 mit einer tollen Parade den erneuten Ausgleich vereitelt hatte, war ganz besonders wichtig: „Wir haben fast alles gut wegverteidigt, auch in der eigenen Box, wo wir zuletzt Probleme hatten. Alles weggeköpft, einfach mal wie Männer gespielt. Das muss jede Woche defensiv der Maßstab sein.“

Etwas anderes auch. Ortegel: „Wir sind nicht, wie schon so oft in den vorherigen Spielen, nach dem Anschluss oder Ausgleich ein bisschen eingebrochen. Diesmal hatte ich zu keiner Sekunde das Gefühl, dass wir den Kopf hängen lassen. Im Gegenteil: Wir haben unsere Dinger vorne eiskalt genutzt. Das war auch von der Mentalität sehr gut und muss jede Woche so sein.“


