Klatsche zum Saisonstart

BFC Dynamo 1:4 – so erklärt Trainer Sven Körner das Debakel

Die Weinrot-Weißen waren mit einem guten Gefühl zu Rot-Weiß Erfurt gefahren und erlebten 23 Horror-Minuten.

Author - Peter Wiezorek
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Auf dem Laptop sah es in Erfurt auch nicht besser aus als beim Blick auf den Rasen: Sven Körner, Cheftrainer des BFC Dynamo.
Auf dem Laptop sah es in Erfurt auch nicht besser aus als beim Blick auf den Rasen: Sven Körner, Cheftrainer des BFC Dynamo.Patrick Skrzipek

Der gängige Begriff vom „klassischen Fehlstart“ wäre für das, was der BFC Dynamo da beim 1:4 (0:4) zum Saisonstart der Regionalliga Nordost bei Rot-Weiß Erfurt vor über 8200 Zuschauern ablieferte, eine nette Untertreibung. Speziell für die 23 Minuten in Hälfte eins mit vier Gegentoren durch Hinata Gonda (13., 21., 36.) und Marco Wolf (28.).

Testspiele sind kein Maßstab

Dabei hatten doch Trainer Sven Körner (44) und Sportchef Enis Alushi (40) nach der Vorbereitung noch unabhängig voneinander gemeint: „Defensiv sind wir extrem stabil.“

Da trübten die letzten drei Zu-null-Tests gegen Oberligisten wohl ein wenig den Blick. Auch wenn Alushi da schon ahnte: „In Erfurt wird es noch mal härter mit mehr Geschwindigkeit, Intensität und Aggressivität.“

Trainer Sven Körner redet Klartext

Gewarnt waren die Weinrot-Weißen also. Wie konnten sie dann aber so brutal einbrechen?

Kaum ein Durchkommen für den BFC Dynamo bei Rot-Weiß Erfurt: Auch dieser Schuss von Jamal Rogero wird geblockt.
Kaum ein Durchkommen für den BFC Dynamo bei Rot-Weiß Erfurt: Auch dieser Schuss von Jamal Rogero wird geblockt.Patrick Skrzipek

Körner versuchte gar nicht erst, irgendwas schönzureden: „Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit absolut hergeschenkt. Ich hatte das Gefühl, da spielt eine Männermannschaft gegen eine U15. Wir hatten weder im Pressing Zugriff, noch hatten wir gute Abstände, eine gute Boxverteidigung oder ein Anschlussverhalten von vorne. Wir waren im Pressing immer viele Schritte zu spät.“ Peng!

Tobias Gunte: „Das tut richtig weh“

Abwehrchef Tobias Gunte komplett zerknirscht: „Alles das, was wir uns in der Vorbereitung erarbeitet haben, haben wir in der ersten Hälfte irgendwie vermissen lassen. Was wir uns vorgenommen haben, haben wir nicht umgesetzt. Das ist extrem bitter und tut richtig weh.“

Zu allem Überfluss bekam Kapitän Rufat Dadashov auch noch einen Schlag auf den im Sommer operierten Fuß, humpelte dick bandagiert in die Kabine.

Gegen Chemie Leipzig unter Druck

Körner muss jetzt bis Sonnabend zum Spiel gegen Chemie Leipzig (16 Uhr, Sportforum) seine Jungs wieder in die Spur bringen. Sonst wird der Druck gleich zum Saisonstart richtig, richtig, hoch.