Knödel-Varianten.  Foto: Imago Images

So deftig, so lecker: Sie sind ein Klassiker im Winter - Knödel, die viele lieber Klöße nennen. Der KURIER hat fünf köstliche Rezepte für Sie zusammengestellt. Sogar eine süße Variante ist dabei. Wir wünschen viel Spaß beim Nachkochen! 

Speckknödel mit Sauerkraut

Speckknödel mit Sauerkraut. Foto: imago images/Shotshop

Zutaten für vier Personen

  • 6  Brötchen vom Vortag 
  • 200 ml Milch
  • 2  mittelgroße Zwiebeln
  • 100 g geräucherter durchwachsener Speck
  • 2 EL Öl
  • 3  Eier
  • Salz, Pfeffer, geriebene Muskatnuss
  • 1 Dose (850 ml) Sauerkraut
  • 80 ml Weißwein
  • 100 ml klare Brühe (Instant)
  • 2  Lorbeerblätter
  • 5  Gewürznelken
  • 5  Wacholderbeeren
  • 1 mittelgroße Kartoffel
  • Petersilie

Die Brötchen in mittelgroße Würfel schneiden. Milch in einem Topf handwarm erwärmen. Brötchen mit der Milch beträufeln, vorsichtig vermengen und ca. 10 Minuten ziehen lassen.

Die Zwiebeln schälen. Eine davon fein würfeln, die andere in feine Streifen schneiden. Speck in feine Würfel schneiden. 1 Esslöffel Öl in einer Pfanne erhitzen, Speck und Zwiebelwürfel darin anschwitzen.

2/3 der Speckzwiebel-Mischung und die Eier zu den Brötchen geben. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Alles vorsichtig vermengen und ca. 20 Minuten ziehen lassen.

Sauerkraut abtropfen lassen. Restliches Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelstreifen darin anschwitzen. Sauerkraut, Weißwein, Brühe, Lorbeer, Nelken und Wacholder zufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen und zugedeckt ca. 30 Minuten schmoren.

Mit angefeuchteten Händen ca. 12 Knödel formen. In siedendem Salzwasser ca. 20 Minuten ziehen lassen.

Die Kartoffel schälen, waschen und mit einer Küchenreibe fein reiben. Ca. 10 Minuten vor Ende der Garzeit zum Sauerkraut geben und damit binden.

Speckknödel mit Sauerkraut auf Tellern anrichten, mit restlicher Speck-Zwiebel-Mischung bestreuen und mit Petersilie garnieren. 


Thüringer Klöße

Thüringer Klöße.  Foto: dpa/Tobias Hase

Zutaten für für vier bis sechs Personen 

  • 2 Kilo Kartoffeln (möglichst stärkehaltig)
  • 2 bis 3 Brötchen (oder Weißbrot)
  • 2 EL Butter
  • Salz

Für die Füllung die altbackenen Brötchen würfeln. Butter in einer Pfanne erhitzen. Die Brotwürfel darin bei mittlerer Hitze goldbraun anrösten, dann beiseitestellen.

Die Kartoffeln schälen. Ein Drittel der Kartoffeln vierteln, in einen Topf geben. Mit gesalzenem Wasser knapp bedecken und zum Kochen bringen. Sind die Kartoffeln gar, im Kochwasser mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken und zu einem sämigen Kartoffelbrei köcheln lassen.

Das Kochwasser nicht abschütten. 

Die übrigen, rohen Kartoffeln mit einer Reibe fein reiben. Geriebene Kartoffeln in ein sauberes Geschirr- oder Leinentuch geben und so fest wie möglich auspressen. Das austretende Wasser in einer Schüssel auffangen. Die Kartoffelstärke setzt sich am Schüsselboden ab. Die Stärke nach dem Abgießen des Wassers über die ausgedrückten Kartoffeln verteilen.

Beim Vermischen von Stärke und geriebenen Kartoffeln einige Esslöffel heißes Wasser in die Masse mischen, so bilden sich keine Klümpchen.

Rohe, geriebene Kartoffeln und den kochend heißen Kartoffelbrei kräftig zu einer glatten Masse verrühren. Den möglichst noch heißen Teig mit nassen Händen zu Klößen formen. In jeden Kloß eine daumengroße Mulde drücken, mit Brotcroutons füllen und mit Kloßteig verschließen.

Leicht gesalzenes Wasser in einem separaten, ausreichend großen Kochtopf zum Köcheln bringen. Klöße in das leicht (!) köchelnde Salzwasser geben und für 10-15 Minuten garziehen lassen.

Schwimmen die Klöße an der Wasseroberfläche, können sie aus dem Topf genommen und serviert werden. 


Gefüllt mit Hack: Allgäuer Sennerknödel

Zutaten für vier Personen

  • 800g mehlig kochende Kartoffeln
  • 100g Mehl
  • 2 Eigelb
  • Salz, Muskat, Pfeffer
  • 150g grobes Kalbsbrät oder Hackepeter (vom Schwein)
  • 1 kleiner Bund Petersilie
  • Wenig Stärkemehl
  • Butter zum Einfetten der Form
  • 200ml süße Sahne
  • 100g geriebener Emmentaler
  • Cayennepfeffer

Die Kartoffeln schälen, weichkochen, durch eine Kartoffelpresse drücken und gut ausdampfen lassen. Nach dem auskühlen Mehl, Eigelb, Salz, Muskat und etwas Pfeffer zu den Kartoffeln geben und alles zu einem festen Teig verkneten.

Kalbsbrät oder Hackepeter mit der feingehackten Petersilie vermischen und 12 Kugeln formen. Diese in einer Pfanne rundherum leicht anbraten.

Den Knödelteig in zwölf gleichgroße Stücke teilen. Jedes Fleischbällchen mit einem Kartoffelteigstück umhüllen und zu einem Kloß formen. In etwas Stärke leicht nachrollen und anschließend in reichlich Salzwasser bei ca. 90 Grad ziehen lassen.

Sobald die Klöße an die Wasseroberfläche gestiegen sind, mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser nehmen und in eine gebutterte feuerfeste Form setzen, mit Sahne übergießen, darüber Käse streuen und mit etwas Cayennepfeffer nach Geschmack würzen. Im Backofen bei 220 Grad so lange überbacken, bis der Käse geschmolzen ist.

Einen leckeren Salat dazu servieren.


Bayerische Brezelknödel

Brezelknödel Foto: Imago Images

Zutaten für acht Portionen

  • 400 g Laugenbrezel
  • 250 ml Milch
  • 50 g Frühlingszwiebel
  • 50 g  geräucherter Speck, durchwachsen
  • 10 g Butter
  • 1 EL Petersilie
  • 1 EL Schnittlauchröllchen
  • 2 Ei
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Msp. Piment, gemahlen

Brezeln in etwa 4 mm dicke Scheiben schneiden und in einer Schüssel mit der heißen Milch übergießen, etwa 30 Minuten quellen lassen.

Frühlingszwiebeln putzen, waschen und fein hacken. Kräuter fein schneiden. Speck fein würfeln. Butter in einer Pfanne zerlassen, den Speck kurz darin anbraten, Frühlingszwiebeln zufügen und 2-3 Minuten mit anschwitzen. Kräuter unterrühren, die Mischung vom Herd nehmen, abkühlen lassen und zu den eingeweichten Brezeln geben. Die Eier zufügen, würzen und alles gut vermengen.

Mit angefeuchteten Händen etwa 16 Knödel von je 50 g formen. In kochendes Salzwasser einlegen, die Hitze reduzieren und die Knödel 10 bis 15 Minuten ziehen lassen.

Diese Knödel passen perfekt zu Schmorgerichten. 


Süße Knödel mit Zwetschgenfüllung

Knödel sind auch süß ein Genuss.  Foto: Imago Images/Imagebroker

Zutaten für vier Personen

  • 600g mehlig kochende Kartoffeln
  • Salz
  • 120 g Mehl
  • 2 gehäufte EL Grieß
  • 1 EL weiche Butter
  • 6 EL Zucker
  • 1 Eigelb
  • 12 reife Zwetschgen
  • 12 Stück Würfelzucker
  • Mehl für die Arbeitsfläche
  • 150 g Butter
  • 70 g Semmelbrösel
  • ½ TL Zimt

Die Kartoffeln waschen und mit Schale weich kochen, kurz ausdampfen lassen, pellen und heiß durch die Kartoffelpresse auf ein Arbeitsbrett drücken. Die Kartoffelmasse auskühlen lassen.

Das Mehl, den Grieß, die Butter, 2 EL Zucker, das Eigelb und etwas Salz zu den durchgedrückten Kartoffeln geben und alles rasch zu einem homogenen Teig verkneten. Den Teig ca. 20 Minuten ruhen lassen.

Die Zwetschgen waschen, halbieren, entkernen und stattdessen ein Stück Würfelzucker hineinlegen.

Den Kartoffelteig auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einer ca. 5 cm dicken Rolle formen, in 12 gleichgroße Scheiben schneiden, diese etwas flach drücken, je mit einer Zwetschge belegen und zu einem Knödel formen.

Die Teigschicht um die Zwetschge herum muss dicht geschlossen sein.

Die Knödel in siedendes Wasser geben und ca. 20 Minuten ziehen lassen, dabei die Knödel gelegentlich anstoßen, damit sie sich drehen.

Die Butter in einer großen Pfanne zerlassen und die Semmelbrösel darin goldbraun anbraten, vom Herd ziehen, den restlichen Zucker und den Zimt unterrühren und beiseite stellen.

Die fertigen Knödel herausheben, abtropfen lassen und mit der Bröselbutter in einer Schüssel anrichten.