Schock an der Berliner Volksbühne: Intendant René Pollesch ist tot! „Mit Entsetzen und in tiefer Trauer geben wir bekannt, dass der Autor und Regisseur René Pollesch heute Morgen, am 26. Februar 2024, im Alter von 61 Jahren plötzlich und unerwartet gestorben ist“, teilte das Theater am Rosa-Luxemburg-Platz am Montagabend gegen 21 Uhr mit.
René Pollesch wurde 1962 in Friedberg in Hessen geboren. In den 1980er Jahren studierte er in Gießen Angewandte Theaterwissenschaft. Einige Zeit war er arbeitslos, bevor er 1996 ein Arbeitsstipendium am Royal Court Theater in London erhielt und 1997 ein zweites an der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart.
Volksbühne Intendant René Pollesch arbeitete an fast allen namhaften deutschen Theatern
Während des Studiums schrieb der geniale Regisseur Theatertexte und arbeitete bei Dozenten wie Heiner Müller und George Tabori an szenischen Projekten mit.
Den Durchbruch schaffte er 1999, als sowohl das Staatsschauspiel Stuttgart, das Theater Luzern und das Junge Theater Göttingen ihn mit Aufträgen bedachten. 2002 wurde er in der Kritikerumfrage der Zeitschrift Theater heute zum besten deutschen Dramatiker gewählt. Von 2001 bis 2007 leitete er die Prater-Spielstätte,
P0llesch übernahm Intendanz mitten in Corona-Pandemie
2021, mitten in der Corona-Pandemie, übernahm er die Intendanz der Volksbühne von Frank Castorf. Rene Pollesch schrieb insgesamt mehr als 200 Stücke. Bis auf wenige Ausnahmen inszeniert er sie selbst, unter anderem am Burgtheater Wien, den Münchner Kammerspielen, am Schauspielhaus Hamburg sowie am Deutschen Theater in Berlin.


