Berliner glücklich

Lkw-Fahrer rettet das Eheglück von diesem Berliner

Jochen Sandfort verlor seinen Ehering an einer Raststätte, dann ging das Schmuckstück auf lange Odyssee.

Author - Stefan Doerr
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Jochen Sandfort aus Berlin hat seinen Ehering wieder.
Jochen Sandfort aus Berlin hat seinen Ehering wieder.Mike Müller/dpa

Es geschah binnen Sekunden und hätte fast sein Leben lang seine Ehe überschattet. Ein Berliner hat auf der Toilette einer Autobahnraststätte bei Wunsiedel (Oberfranken) seinen Ehering verloren. Doch nach langer Odyssee gab's ein Happy End.

Ehering landete bei Finder in Nordbayern

Das Goldstück im Wert von rund 4000 Euro war Jochen Sandfort offenbar beim Toilettenstopp aus der Hand gerutscht. Entdeckt wurde der Ring später von einem Lkw-Fahrer aus dem oberpfälzischen Oberviechtach. Der nahm den Ehering kurzerhand mit und brachte ihn in seiner Heimatstadt zur Polizei. Von dort ging der Ring weiter an das Fundbüro der Stadt.

Für den Eigentümer bedeutete der Anruf der Polizei große Erleichterung. Der 66-jährige Berliner Jochen Sandfort setzte sich ins Auto und fuhr eigens in den Oberpfälzer Wald, um seinen Ring persönlich abzuholen. „Mir fällt ein Stein vom Herz, meiner Frau fällt ein Stein vom Herzen und meiner Ehe fällt ein Stein vom Herzen“, sagte er nach der Übergabe.

Ein kurzer Moment und plötzlich kann der Ehering vom Finger rutschen (Symbolfoto).
Ein kurzer Moment und plötzlich kann der Ehering vom Finger rutschen (Symbolfoto).Franz Waldhaeusl/epd

Seine Eigentümerschaft konnte Sandfort schnell belegen: In den Ring ist das Hochzeitsdatum samt Ort der Trauung eingraviert – „Venice, 12.09.2011“. Aus Dankbarkeit überlegt der Berliner nun sogar, gemeinsam mit seiner Frau nach Oberviechtach zu ziehen. Für den ehrlichen Finder soll es außerdem eine Belohnung geben. Da lasse er sich „auch nicht lumpen“.

Detektivarbeit führt zum Erfolg

Dass der Ring überhaupt wieder auftauchte, war allerdings auch eine kleine Detektivarbeit. Als die Polizei den Autohof bei Wunsiedel kontaktierte, stellte sich heraus: Der Besitzer des Rings hatte dort bereits angerufen. Weil die Mitarbeitenden jedoch nichts von dem Fund wussten, hatten sie sich seine Personalien nicht notiert.

Die Polizei hinterließ deshalb ihre Nummer. Als der Berliner einen Tag später erneut bei der Tankstelle anrief, bekam er schließlich den entscheidenden Hinweis – und wurde an die zuständige Polizeistation verwiesen. Kurz darauf war klar: Der verlorene Ring ist wieder da.

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