Silvestertragödie

Inferno in Schweizer Bar – 18-Jähriger kämpft in Berlin ums Überleben

Bei dem verheerenden Brand in Crans-Montana kamen 40 Menschen ums Leben. Ein Schwerverletzter kämpft in Berlin-Marzahn um sein Leben.

Author - Tobias Esters
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Angehörige und Freunde gedenken der Opfer des tödlichen Bar-Brandes von Crans-Montana.
Angehörige und Freunde gedenken der Opfer des tödlichen Bar-Brandes von Crans-Montana.Antonio Calanni/AP

Nach dem tödlichen Feuerinferno bei einer Silvesterparty im Schweizer Skiort Crans-Montana kämpft nun auch in Berlin ein junger Mann um sein Leben. Ein 18-Jähriger, der bei dem Brand schwer verletzt wurde, wird derzeit im Unfallklinikum in Marzahn behandelt. Sein Zustand ist lebensbedrohlich.

Kampf um sein Leben in Berlin

Der junge Mann erlitt bei dem Feuer schwere Verbrennungen im Gesicht und an den Händen. Er stammt aus der französischsprachigen Schweiz und wurde am Samstag zur weiteren Behandlung nach Berlin gebracht. Seine Eltern sind nach Angaben der Klinik ebenfalls auf dem Weg in die Hauptstadt.

Das Unfallkrankenhaus war zunächst davon ausgegangen, mehrere Patienten aus dem Unglücksort zu behandeln. Inzwischen ist jedoch klar, dass vorerst nur dieses eine Opfer in Berlin versorgt wird. Weitere Verletzte werden in Kliniken in anderen Teilen Deutschlands und in der Schweiz behandelt.

Das Innere der Bar und Lounge Le Constellation nach dem verheerenden Feuer in der Silvesternacht
Das Innere der Bar und Lounge Le Constellation nach dem verheerenden Feuer in der SilvesternachtPolice Cantonale Valaisanne

Das Drama hatte sich in der Silvesternacht in der Bar Le Constellation abgespielt. Nach bisherigen Ermittlungen löste eine funkensprühende Partyfontäne das Feuer aus. Innerhalb kürzester Zeit breitete sich der Brand aus – für viele Gäste kam jede Hilfe zu spät.

40 Menschen verloren bei dem Inferno ihr Leben. Insgesamt wurden 119 Menschen verletzt, viele von ihnen schwer. Unter den Opfern sind überwiegend Schweizer, aber auch Franzosen, Italiener, Serben sowie Angehörige weiterer Nationen. Deutsche Opfer wurden bislang nicht gemeldet.

Banges Warten fern der Heimat

Während die Ermittlungen zur Brandursache weiterlaufen, kämpfen Ärzte in mehreren Ländern um das Leben der Überlebenden. Der Zustand des 18-Jährigen in Berlin gilt weiterhin als kritisch. Für seine Familie beginnt nun ein banges Warten – fern der Heimat, mitten in einer Stadt, die plötzlich Teil eines der schlimmsten Unglücke dieser Silvesternacht geworden ist.