Geht es wieder um Schutzgelderpressung? Am Sonntagvormittag wurde auf die Hook Bar (Barfusstraße 5) geschossen. Gegen 9.15 Uhr wurde die Polizei alarmiert.
Ein Gast wird durch Glassplitter verletzt
In der Barfusstraße hat ein bisher unbekannter Täter mehrmals auf die Shisha-Bar geschossen und ist anschließend geflüchtet. Am Tatort wurden Einschusslöcher in der Fensterscheibe festgestellt.
Besonders gefährlich: Diesmal waren noch Gäste in der Bar. Eine Person wurde durch Glassplitter leicht verletzt. Wie Polizeisprecherin Jennifer Bähle auf „Bild“-Anfrage sagte, sei nach ersten Erkenntnissen mindestens „eine Person durch umherfliegende Glassplitter“ verletzt worden.
„BAO Ferrum“ übernimmt die Ermittlungen
Ob es nach den Schüssen noch weitere Verletzte gibt, ist bislang unbekannt. Auch gibt es derzeit keine Erkenntnisse darüber, wie oft der Schütze auf die Bar geschossen hat.
Die Sondereinheit „BAO Ferrum“ der Berliner Polizei hat die Ermittlungen übernommen. Die Sondereinheit wurde im November aufgrund von vermehrten Schutzgelderpressungen und auch der gestiegenen Waffengewalt in Berlin eingerichtet.

Mit mehr als 100 Einsatzkräften führt die Einheit Kontrollen an relevanten Treffpunkten des kriminellen Milieus durch, überwacht Shisha-Bars sowie Cafés und führt Razzien zur Sicherstellung illegaler Waffen durch.
Trotz dieser Maßnahmen blickt Benjamin Jendro, Sprecher der Berliner Gewerkschaft der Polizei (GdP), mit Sorge auf den Anschlag am Sonntag: „Dass auf Berlins Straßen geschossen wird, ist leider keine Besonderheit mehr. Wer am Wochenende auf eine belebte Bar feuert, nimmt billigend in Kauf, dass Menschen verletzt oder gar getötet werden.“

