Das kann doch nicht wahr sein: Kinder, die sich überhaupt nicht impfen lassen können, sollen von Veranstaltungen oder beim Familienbesuch im Restaurant ausgesperrt werden? Was hat sich der Berliner Senat nur dabei gedacht? Angesichts des breiten Protests gegen das neue 2G-Optionsmodell hat der Berliner Senat am Mittwoch im Eilverfahren Ausnahmen für Kinder beschlossen. Entsprechende Beratungen hatte die Gesundheitsverwaltung am Morgen angekündigt. Es gehe um „die übergangsweise Erweiterung des 2G-Optionsmodells um Kinder unter 12 Jahren, bis die Impfung dieser Kinder möglich ist“, hieß es.
Wirtschaftssenatorin Ramona Pop sprach auf Twitter von einem „Fehler“, der auch ihr unterlaufen sei. Diese Entscheidung werde korrigiert.
Gestern ist auch mir ein Fehler unterlaufen. Ich habe versäumt auf Ausnahmen für Kinder unter 12 Jahren bei der #2GRegel zu drängen. Noch ist sie nicht in Kraft. Wir werden diese Entscheidung korrigieren, um Kinder nicht von der Teilhabe auszuschließen.
— Ramona Pop (@RamonaPop) September 15, 2021
2G: Berliner Veranstalter können beschließen, Ungeimpfte auszuschließen
Am Dienstag hatte der von SPD, Linken und Grünen getragene Senat beschlossen, dass am Samstag in etlichen Bereichen Betreiber selbst entscheiden können, ob sie den Zutritt zu Innenräumen wie bisher Geimpften, Genesenen und Getesteten (3G) erlauben oder unter Wegfall etwa der Maskenpflicht und mit mehr Teilnehmern nur noch Geimpften und Genesenen (2G).

