Tödliche Krankheit

Warnung für Hundehalter: Hundemalaria breitet sich aus

Die durch Auwaldzecken übertragene Babesiose gefährdet zunehmend die Vierbeiner. Schnelligkeit und Prävention sind entscheidend, um Symptome zu verhindern.

Author - Sebastian Krause
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Die Krankheit Hundemalaria breitet sich zunehmend aus.
Die Krankheit Hundemalaria breitet sich zunehmend aus.imago stock&people

Hundehalter im Landkreis Oberspreewald-Lausitz sollten jetzt besonders wachsam sein: Die Kreisverwaltung warnt vor der sogenannten Hundemalaria, einer durch Zecken übertragenen Infektionskrankheit namens Babesiose, die inzwischen auch in der Region bei Hunden häufiger auftrete.

Warnung vom Veterinäramt des Landkreises

Amtstierärztin Laura Schuster sagte laut Mitteilung: „Das Veterinäramt des Landkreises Oberspreewald-Lausitz rät allen Hundehaltern, aufmerksam zu sein und bei Auftreten von Symptomen umgehend einen Tierarzt aufzusuchen.“

Krankheit kann bei Hunden tödlich verlaufen

Denn unbehandelt verläuft Babesiose bei Hunden in den meisten Fällen tödlich, wie es hieß. Der Landkreis empfiehlt deshalb Zeckenschutzmittel – etwa Spot-on-Lösungen, also flüssige Arzneimittel, die auf die Haut aufgetragen werden, außerdem spezielle Halsbänder oder Tabletten.

„Eine tierärztliche Beratung ist hierbei empfehlenswert, da frei erhältliche Produkte häufig nicht ausreichend wirksam sind“, hieß es weiter. Auslöser der Hundekrankheit ist ein Blutparasit, der von Auwaldzecken, auch Wiesenzecken genannt, übertragen wird – besonders aktiv sind sie im Frühjahr und Herbst.

Eine tierärztliche Beratung ist hierbei empfehlenswert, da frei erhältliche Produkte häufig nicht ausreichend wirksam sind.

Laura Schuster, Amtstierärztin Oberspreewald-Lausitz

Das sind die Anzeichen einer Babesiose

Die Babesiose ähnelt in ihren Symptomen der menschlichen Malaria. In schweren Fällen könne es zu einer massiven Zerstörung der roten Blutkörperchen kommen, die einen Schock auslösen könne, so der Landkreis. Sammelt sich Flüssigkeit in der Lunge, zeigen Hunde verstärkte Atmung, Husten und möglicherweise blutigen Nasenausfluss.

Wird das Nervensystem betroffen, könnten Krampfanfälle, Lähmungen oder Koordinationsstörungen auftreten. Nach Spaziergängen sollten Hunde daher sorgfältig nach Zecken abgesucht werden, riet der Landkreis – denn Wiesenzecken seien bereits bei Temperaturen um fünf Grad aktiv und könnten sogar Nachtfröste überstehen.

Eine Zecke hat sich in der Haut eines Hundes festgebissen.
Eine Zecke hat sich in der Haut eines Hundes festgebissen.Patrick Pleul/dpa

Für den Menschen ist die Krankheit keine Gefahr

Für den Menschen besteht nach dem heutigen Kenntnisstand keine Gefahr, sich mit den Erregern der Babesiose des Hundes anzustecken. Gleichzeitig gilt der Landkreis Dahme-Spreewald auch als Risikogebiet für die von Zecken übertragene Krankheit FSME beim Menschen – FSME steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis, und bei einem kleinen Teil der Infizierten kann es zu einer Entzündung der Hirnhäute, des Gehirns oder des Rückenmarks kommen.

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