Erst die A2, dann die A10 – jetzt erwischt die Hitze auch die A115! Seit Sonntagabend ist die wichtige Verbindung zwischen Berlin und dem südlichen Berliner Ring gesperrt. In Fahrtrichtung Nuthetal ist die Autobahn zwischen Potsdam-Drewitz und der Anschlussstelle Saarmund komplett dicht.
Asphalt um 15 Zentimeter hochgedrückt
Gegen 20.15 Uhr drückten sich auf allen vier Fahrspuren Teile der Fahrbahn nach oben. Der Schaden brach genau an einer alten Asphalt-Reparatur zwischen den Betonplatten auf. Durch die extreme Hitze dehnten sich die angrenzenden Betonplatten aus und schoben den Asphalt rund 15 Zentimeter in die Höhe.
Quer über die Fahrbahn ragte plötzlich eine regelrechte Sprungschanze auf. Autofahrer hätten hier ihr Fahrzeug beschädigen, die Bodenhaftung verlieren oder ins Schleudern geraten können. Die Autobahnpolizei zog deshalb sofort die Reißleine und sperrte die Strecke. Nach Angaben der Verkehrsinformationszentrale sind alle Fahrstreifen in Richtung Dreieck Nuthetal betroffen.

Die Autobahnmeisterei rückte umgehend an, sicherte die Gefahrenstelle und begutachtete den Schaden. Wie die Märkische Allgemeine Zeitung berichtet, soll die Reparatur am Montag starten. Wie lange die Sperrung dauert, ist noch offen.
Umleitung durch Potsdam – Staus zum Wochenstart
Für den Berufsverkehr heißt das vor allem eins: viel Geduld! Die direkte Verbindung von Berlin über die A115 zur A10 fällt in Richtung Nuthetal weg. Der Verkehr läuft nur noch über die Anschlussstelle Potsdam-Drewitz ab und muss anschließend durch Potsdam ausweichen. Auf den Umleitungsstrecken und im Stadtgebiet drohen lange Staus. Die Polizei bittet darum, bereits am Anschluss Potsdam-Babelsberg abzufahren und die L 40 zur weiträumigen Umfahrung zu nutzen.


