Da hat wohl jemand „Reiseapotheke“ etwas zu wörtlich genommen! Polizisten der sogenannten Kotti-Wache haben am Kottbusser Tor in Kreuzberg einen mutmaßlichen Medikamenten-Dealer gestoppt und stießen bei ihm auf ein riesiges Pillen-Lager.
Dealer verkaufte Pillen am Kottbusser Tor
Bei einer Fußstreife beobachteten die Berliner Beamten im U-Bahnhof Kottbusser Tor einen Mann, der offenbar dabei war, Medikamente zu verkaufen. Bei der anschließenden Kontrolle fanden die Einsatzkräfte entsprechende Tabletten.
Damit war der Fall für die Beamten jedoch noch nicht erledigt. Die Polizisten durchsuchten auch die Wohnung des verdächtigen Medikamenten-Dealers. Dort stießen sie auf ein ganzes Depot verschreibungspflichtiger Präparate. Mehrere Koffer, randvoll mit rot-weißen Pillen, wurden von den Einsatzkräften entdeckt.

Handel mit Medikamenten strafbar
Nach Angaben der Polizei lagen die vollgepackten Reisekoffer mit verschreibungspflichtigen Medikamenten, darunter starke Schmerzmittel wie Pregabalin und Tramadol, größtenteils versteckt in einer Zwischendecke. Die Beamten beschlagnahmten sämtliche Funde.
Der Handel mit verschreibungspflichtigen Arzneien ist in Deutschland streng geregelt und ausschließlich stationären oder Online-Apotheken vorbehalten. Illegaler Handel, etwa als Privatperson oder über Plattformen im Internet, ist strafbar und kann als Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz (AMG) mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe geahndet werden.


