Wer kennt das bei der Berliner BVG nicht: Am Bahnsteig der U-Bahn zählt die Anzeige herunter, aber weit und breit kommt kein Zug. Das könnte sich bald ändern! Die BVG testet gemeinsam mit dem Berliner Startup MOXZ eine „weltweit neuartige“ Funktechnologie, die U-Bahnen auch tief im Tunnel ortet und die Ankunft sekundengenau anzeigen soll.
Metergenaue Ortung der Züge möglich
Ziel ist, dass Fahrgäste künftig exakter erfahren, wann ihr Zug tatsächlich einfährt. „So werden die Ankunftsanzeigen auf den Bahnsteigen präziser und die Leitstelle behält den Betrieb sekundengenau im Blick“, teilte die BVG mit.
Erste Tests mit der neuen Funktechnologie laufen bereits auf der Linie U2. Für das Projekt werden Züge und Bahnhöfe mit speziell entwickelten Funkgeräten ausgestattet. Das System soll dauerhaft übermitteln, wo sich ein Zug befindet, wie schnell er fährt und wie viele Sekunden bis zur Einfahrt in den nächsten Bahnhof bleiben. Entwickelt wurde das System im Rahmen des Zukunftsortes Berlin Campus Charlottenburg.

„Wenn es gelingt, die Bahnen auch im Tunnel jederzeit präzise zu lokalisieren, profitieren davon sowohl unsere Leitstellen als auch unsere Fahrgäste durch aktuellere Anzeigen, bessere Prognosen und mehr Transparenz im Betrieb“, sagte der BVG-Vorstandsvorsitzende Henrik Falk.



