Der Architekt Daniel Libeskind gibt ein Interview in Berlin. dpa

Am Rande des Potsdamer Filmparks Babelsberg soll eine neue „Media City“ mit einem 61 Meter hohen Büroturm nach einem Entwurf des US-Stararchitekten Daniel Libeskind entstehen. Der Turm solle von vier Gebäuden mit Höhen von 26 und 41 Metern umgeben werden, erklärte Libeskind am Freitag bei der Vorstellung seines Entwurfs in Potsdam. Die geschwungenen Gebäude seien inspiriert von Filmrollen, Kamerablenden und Objektiven, erläuterte der Architekt. „Denn in Babelsberg war der Beginn des Kinos, also des bewegten Bildes, lange vor Hollywood“, sagte Libeskind.

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In den Hochhäusern sollen auf 94 000 Quadratmetern Büroflächen für rund 5000 Arbeitsplätze entstehen. Der Bauunternehmer Jan Kretzschmar von KW-Development rechnet mit einer Planungs- und Bauzeit von sechs Jahren bis zur Fertigstellung.

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Daniel Libeskind am New Yorker  Rockefeller Center.

Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) sprach von einem Entwurf, „der in die Filmstadt passt und eine neue Landmarke sein wird.“ Es sei nicht immer leicht, in Potsdam über moderne Architektur zu diskutieren, sagte Schubert mit Blick auf die Wiedererrichtung von barocken Gebäuden in der Innenstadt.

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„Für mich ist aber nicht die Frage, ob der Entwurf umgesetzt wird, sondern wir wollen in einem Werkstattverfahren klären, wie er umgesetzt wird“, zeigte sich Schubert überzeugt. Er hoffe, dass die Stadtverordneten dafür Anfang des Jahres grünes Licht geben, sagte der Oberbürgermeister.

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In Düsseldorf entwarf Libeskind die Büroimmobilie Kö-Bogen im Zentrum.

Libeskind hatte unter anderem den Neubau des Jüdischen Museums in Berlin entworfen, zahlreiche ikonische Gebäude in der ganzen Welt gehen auf sein Konto.