Putzen für andere? Da rümpfte ein verurteilter Straftäter die Nase. Bot er dreist Schmiergeld an, um sich vor Sozialstunden zu drücken? Jugendrichter gaben ihm eine Chance: Haarscharf schrammte Atal W. (24) mit einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung am Knast vorbei. Aus „erzieherischen Gründen“ erhielt er als Auflage 100 Stunden gemeinnützige Arbeit – um sich zu bewähren.
Atal W. (24): Angeklagt, weil er nicht putzen wollte
Er wurde zu einer Unterkunft für wohnungslose Menschen in Lichtenberg geschickt. Dort teilte man ihn fürs Putzen ein. Sein Auftritt allerdings sorgte für Fassungslosigkeit. Eine Sozialarbeiterin (36) nun im Prozess um Bestechung: „Er lehnte Putzarbeiten im Haus ab, das komme für ihn nicht in Frage.“
Arrogant habe er sie als „Mäuschen“ betitelt und Geld angeboten. 10 Euro für jede Stunde, die er nicht leisten musste, die aber dokumentiert werden sollte. Sie habe das sofort geblockt und die zuständige Jugendgerichtshilfe informiert – „wir wollten es nicht unter den Tisch kehren“.
W. allerdings fühlt sich falsch verstanden. Seine Version: „Ich sagte, dass ich eher der Mensch bin, der Gartenarbeit verrichten kann.“ Nur als Witz habe er von 10 Euro für jede Sozialstunde gesprochen – „die Frau hat noch gelacht“.


