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Trotz Müdigkeit: Wie auch Eltern noch Sex haben können

Liebespaar

Manchmal kann schon ein Blick genügen...

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imago/Westend61

Constance nennt es Eltern-Sex. Diese dreieinhalb Minuten zwischen Windelnwechseln und Essenkochen, in denen sie realisiert, dass der letzte Sex mit ihrem Mann fast einen Monat her ist und in dem die Kinder kurz abgelenkt sind. Sie sagt: „Es ist wirklich eine ziemlich romantische Szene. Im Hintergrund läuft Iggle-Piggle und du weißt, dass deine Zeit gezählt ist, bis die Werbung einsetzt.“

We had "parent sex" yesterday. You know what parent sex is, it's that 3.5 minutes you get in between changing nappies...

Posted by Constance Hall on Dienstag, 5. Januar 2016

Constance hat vier Kinder – und immer noch Sex. Die australische Bloggerin („The not so secret life of us“) hat den Erfahrungsbericht zu ihrem Elternsex-Quickie Anfang Januar auf der Facebookseite ihres Blogs geteilt – und damit einen Nerv getroffen: Der Beitrag wurde über 36.000 Mal geteilt und bekam fast 150.000 Likes – weltweit. Die Frage ist also: Wie schaffen es Mütter und Väter, neben ihrer Elternschaft noch Paar zu bleiben?

Das kann helfen

„Viele Paare, die zu mir in die Beratung kommen, sind sich gar nicht bewusst, dass ihre Probleme möglicherweise mit der Elternschaft zu tun haben“, sagt Mathias Miklaw, systemischer Beziehungs- und Sexualberater aus Berlin und bestätigt, dass die Sexualität oft nicht mehr wie vor den Kindern funktioniert. Wenn es im Bett nicht mehr läuft, rät er Paaren, sich gemeinsam über folgende Fragen auszutauschen:

  1. Wie lief es vorher?
  2. Was fehlt jetzt?
  3. Womit hat die Veränderung zu tun?
  4. Was tut mir gut?

Ein Tipp, den Miklaw Eltern gern gibt: Sich als Liebespaar zu verabreden, zum Kino, zum Tanzen oder auch zum Sex. „Es ist gut, hierfür einen festen Termin zu vereinbaren, auch wenn man zusammen wohnt.“

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Einfach mal wieder quatschen – das geht auch im Bett.

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dpa

Ein Sex-Date hält auch Birgit Querengässer für eine gute Idee. Die Autorin des Buchs „Die feine Art des Vögelns – Ein Handbuch  für den modernen Beischlaf“ sagt: „Die Umstände ändern sich nun mal im Laufe einer Beziehung, man fällt jetzt eben nicht mehr bei jeder Gelegenheit spontan übereinander her. Dem kann man nachtrauern oder sich an die aktuelle Situation anpassen. Man muss ja nicht zwingend jedes Mal nackig aufeinander liegen. Hauptsache, man nimmt sich erst mal Zeit füreinander.“

Diese Zeit ist wichtig. „Viele Eltern fühlen sich unfrei, wenn die Kinder da sind, da muss das gemeinsame Liebesleben also organisiert werden“, sagt Miklaw. Ein Wochenende zu zweit kann helfen. Oder erst einmal nur ein Abend.

  1. Wie auch Eltern noch Sex haben können
  2. Warum es Hoffnung für Paare in der Flaute-Phase gibt
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