Zehn Wochen zur Traumfigur: KURIER-Reporterin Sina Kampe ließ sich von Detlef D! Soost fit drillen.
Wenn ich eine Treppe runtergehe, habe ich Schmerzen. Richtig fiesen Muskelkater. Schuld ist Detlef D! Soost (41). Er hat ein System entwickelt, mit dem man binnen zehn Wochen zur Traumfigur kommen soll. Den Sportteil habe ich ausprobiert. Es war keine gute Idee ...
Gerade einmal 20 Minuten Training braucht es, mich platt zu machen. Zweimal pro Woche ist so ein Workout bei Dees Programm nötig, drei Einheiten à vier Übungen. Die Schwierigste: Ein Ausfallschritt mit in die Luft gestreckten Armen. Alle Muskeln müssen angespannt sein.
300 kcal
Oft zwingt eine Einheit auf dem Spinningrad selbst trainierte Sportler in die Knie. Das muss nach Dr. Heine nicht unbedingt gut für den Fettabbau sein: „Die wechselnde Belastung, mit besonders intensiven Phasen, ist nicht ideal zur Fettverbrennung.“
Der Körper ziehe bei solcher Belastung seine Energie eher aus Kohlenhydraten statt aus den Fettreserven.
232 kcal
Einsteiger und ältere Menschen klagen nach einer Joggingeinheit schnell über Knieprobleme. Für sie ist gelenkschonendes Walking genau das Richtige: „Wir haben festgestellt, das schon bei Golfspielern, das beschleunigte Gehen zwischen den Löchern super für den Fettstoffwechsel ist.“ Außerdem werde durch regelmäßiges Walking der Cholesterinspiegel deutlich gesenkt.
230 kcal
Sieht nach asiatischer Kampfsportart aus, ist aber „nur“ Fitnessgymnastik, die einzelne Elemente aus Karate und Boxen miteinfließen lässt. Wer Tae-Bo-Kurse besucht, bleibt ständig in Bewegung, „die Fettverbrennungswirkung ist je nach Kursgestaltung mit der von Aerobic zu vergleichen“, so Sportwissenschaftler Dr. Heine.
215 kcal
Michelle Obama, die Frau des US-Präsidenten, schwört auf „Zumba“, eine Aerobic-Form zu Latino-Klängen. Dr. Oliver Heine kann die First Lady verstehen: „Weil die Belastung während der rhythmischen Bewegung auf gleichbleibendem Level liegt, schult Aerobic nicht nur Gleichgewicht und Koordination, sondern geht auch an die Fettpölsterchen.“
256 kcal
Wer hätte das gedacht. Schon mit ein paar flotten Hüftschwüngen auf der Tanzfläche lässt sich ordentlich Fett verbrennen. „Standard-Tanz ist optimal, hier wird die Haltung stabilisiert, Beine und Arme beansprucht.“ Wettkampftanzen sei dagegen schon zu anstrengend, „da sind wirklich Höchstleistungen nötig.“
328 kcal
Schwimmen ist als Einstiegsfettverbrenner optimal, weil selbst bei hohem Übergewicht die Gelenke geschont werden. „Mit der Kraultechnik sind außerdem schon gute Ergebnisse bei der Fettverbrennung zu erzielen, weil Arme, Beine und Oberkörpermuskulatur zur Stabilisation des Rumpfes gleichermaßen beansprucht werden.“
205 kcal
Kalorienmäßig ist Radfahren weit weniger anstrengend als beispielsweise Schwimmen, weil hier nur die Beinmuskeln aktiv sind. Doch „die gleichmäßige, einfach zu dosierende Belastung“ macht einen halbstündigen Ausflug mit dem Rad laut Dr. Heine trotzdem zu einem besseren Fettverbrenner als ein Sprung ins kalte Nass.
302 kcal
Wer gerade kein Ruderboot zur Hand hat, findet in vielen Fitnessstudios zumindest einen Ruderergometer. Ausprobieren lohnt sich: „Damit sind 300 Kilokalorien in 30 Minuten drin“, weiß Dr. Oliver Heine.
Wer mit der richtigen Technik rudert, holt „zwei Drittel der Energie aus den Beinen, die Arme werden nur für das restliche Drittel beansprucht.“
390 kcal
Der Klassiker, einfach Turnschuhe schnüren und los. „Beim lockeren Laufen wird der Oberkörper stabilisiert, die Arme schwingen mit, doch die meiste Energie verbraucht das Abdrücken der Beine“, so Dr. Heine.
Dabei ist weniger sogar mehr: „Wer sich ein wenig bremst und bei niedriger Intensität läuft, regt den Fettstoffwechsel am meisten an.“ Faustregel: „Nach dem Lauf sollten sie sich noch so fit fühlen, dass sie gleich noch mal losjoggen könnten.“
350 Kilokalorien, gemessen jeweils in verbrauchten Kilokalorien/kcal eines 70 Kilogramm schweren Mannes bei halbstündiger Belastung.
Das Konzept der beliebten Crosstrainer in den Fitnessstudios stammt aus dem Skilanglauf. Laut Dr.Oliver Heine „der ideale Fettverbrenner, weil besonders viele Muskelgruppen in gleichmäßiger Belastung angesprochen werden.“
Wer auch ohne Schnee unter freiem Himmel trainieren will, kann mit Inlineskating seinen Pfunden optimal zu Leibe rücken. „Wichtig sind dabei aber die Stöcke, denn nur dann wird auch die Armmuskulatur eingesetzt“, so unser Experte.
Der erste Durchgang ist kein Problem. Noch lache ich. Das ist mir nach dem dritten Mal vergangen. Dees Schweiß tropft auf den Boden. „Das ist ja das Gute an meinem Programm, es wirkt langfristig“. erklärt er, der damit 20 Kilo in zehn Wochen abgenommen hat.
Trotzdem ist es kein Wundermittel. „10 weeks body change“, so der Name des Programms, bedeutet harte Arbeit und Verzicht. „Ketogene Ernährung“ gehört dazu.
Fisch, Fleisch, Nüsse und Hülsenfrüchte, nicht einfach, wenn man Pasta und Brot liebt. Immerhin: Man darf essen, soviel man will. Und ein Glas Rotwein am Abend ist auch erlaubt. Einen Tag pro Woche darf man nach Herzenslust schlemmen.
Weil die Motivation beim Abnehmen schnell schwindet, vernetzt sich die Abnehm-Gemeinde übers Internet. Dort gibt es für 99 Euro auch Rezepte sowie Sport-Videos von Dee. Und trotz der Schmerzen muss ich gestehen: Man hat das Gefühl, was Gutes für sich getan zu haben. www.10wbc.com

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