Dienstag, 21. Februar 2012
Verdi

Zunächst keine weiteren Warnstreiks bei BVG


Das BVG-Streik-Chaos

Am U-Bahnhof Zoo blieben die Gitter für Fahrgäste geschlossen. Zwei Schichten der BVG legten die Arbeit nieder.

Foto: dapd
Berlin (dpa/bb) –  

Die Menschen in Berlin bleiben vorerst von weiteren Warnstreiks bei Bussen und Bahnen verschont. Die Gewerkschaft Verdi teilte am Dienstag mit, dass sie im Tarifstreit mit den Verkehrsbetrieben BVG vorrangig auf Verhandlungen setzt. „Wir sind entschlossen, auf dem Verhandlungsweg zu einem Ergebnis zu kommen“, sagte Susanne Stumpenhusen. Zuletzt hatten die Mitarbeiter die BVG am vergangenen Samstag bestreikt. Der nächste Verhandlungstermin mit den Arbeitgebern ist für Mittwoch nächster Woche geplant.

Die Gewerkschaft fordert Einkommensverbesserungen oberhalb der Preissteigerungsrate, die zuletzt bei 2,3 Prozent lag. Die Arbeitgeberseite kam Verdi mit kürzeren Laufzeiten als bislang angeboten entgegen. Die Angebote für die rund 12.600 Beschäftigten der BVG und ihrer Tochter Berlin Transport reichen von plus 2 Prozent bei einer Laufzeit von einem Jahr bis zur stufenweisen Erhöhung um insgesamt bis zu 5,6 Prozent bei einem Abschluss für knapp drei Jahre.

Interview mit Verdi-Landeschefin Susanne Stumpenhusen

KURIER: Warum quälen Sie die BVG-Fahrgäste so?

Stumpenhusen: Wenn sich am Verhandlungstisch nichts mehr bewegen lässt, ist ein Warnstreik das einzige und auch zulässige Mittel. Damit sollen nicht die Fahrgäste gequält, sondern der Arbeitgeber zum Einlegen gebracht werden. Die Verantwortung für einen Streik liegt niemals allein bei der Gewerkschaft.

Haben Sie Verständnis für den BVG-Streik?

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