Montag, 20. Februar 2012
Trotz neuer Angebote

Bei der BVG drohen wieder Streiks


Dicke Aktenordner begleiten die Verhandlungen in der BVG-Zentrale.
Dicke Aktenordner begleiten die Verhandlungen in der BVG-Zentrale.
Foto: dpa
Berlin –  

Ring frei zur nächsten Runde: Arbeitgebervertreter und Gewerkschafter trafen sich, um über einen neuen Tarifvertrag für die 12600 BVGer zu verhandeln.

Es gab drei neue Angebote: Bei einem Abschluss für zwölf Monate liegt das Angebot bei zwei Prozent mehr Geld ab Mai. Einigt man sich für zwei Jahre, gäbe es stufenweise Erhöhungen von insgesamt 3,6 bis 4,3 Prozent. Bei drei Jahren wurden stufenweise Erhöhungen von insgesamt 5,6 bis 6,3 Prozent sowie eine höhere Fahrerzulage offeriert.

Interview mit Verdi-Landeschefin Susanne Stumpenhusen

KURIER: Warum quälen Sie die BVG-Fahrgäste so?

Stumpenhusen: Wenn sich am Verhandlungstisch nichts mehr bewegen lässt, ist ein Warnstreik das einzige und auch zulässige Mittel. Damit sollen nicht die Fahrgäste gequält, sondern der Arbeitgeber zum Einlegen gebracht werden. Die Verantwortung für einen Streik liegt niemals allein bei der Gewerkschaft.

Die Verhandlungskommission von Verdi empfahl, die Angebote abzulehnen. Man sprach von einer „Mogelpackung“. Neue Streiks drohen, Entscheidung am Dienstag.

Das BVG-Streik-Chaos

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