So sieht es dann aus, wenn die Feuerwehr eine Katastrophenmeldung über „Katwarn“ auf das Handy schickt.
Foto: zVgGroßfeuer, Gift-Alarm, Bombenfunde – Bedrohungen, die praktisch jeden Tag in Großstädten lauern. Sogar Attentate durch Terroristen sind denkbar. Auch jeder Berliner lebt mit diesem Risiko. Innensenator Frank Henkel (CDU) gab deshalb am Sonntag den Startschuss für „Katwarn“. Das neue Warnsystem, mit dem die Feuerwehr im Katastrophenfall die Bevölkerung alarmieren wird.
Die Gefahrenmeldung kommt ab jetzt blitzschnell per Kurznachricht auf das Handy – eine SMS, die Leben retten kann. Die Idee zu „Katwarn“ entstand, weil die alten Warnsysteme über Radio oder Sirenen nicht jeden erreichen. Außerdem wurden in Berlin seit dem Ende des Kalten Krieges viele Sirenen abmontiert. Deshalb hat die Innenverwaltung sich für „Katwarn“ entschieden. In Großstädten wie Hamburg, Frankfurt am Main, Dortmund ist das System schon seit dem vergangenen Jahr am Start.
„Bei einem Brand mit starker Rauchentwicklung können wir damit der betroffenen Bevölkerung mitteilen, alle Fenster zu schließen“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Und in Berlin brennt es oft! Doch niemand muss einen Dauerpiepsen auf dem Handy fürchten. Alarmiert wird nur im seltenen Extremfall und auch nur derjenige, der will und gleichzeitig im Einzugsgebiet der jeweiligen Katastrophe wohnt.
Jeder Berliner kann sich für „Katwarn“ anmelden. Das geht per SMS über die Servicenummer Tel. 0163/7558842 mit Angabe des Stichworts „KATWARN“ und der Postleitzahl.
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Foto: MontageFür alle Teilnehmer ist „Katwarn“ umsonst. Vergleichsweise geringe Kosten fallen für die Einführung und die Schulung der Mitarbeiter der Feuerwehr an. Das System ist so preiswert, weil die Entwicklung beim Fraunhofer Institut von den öffentlichen Versicherern finanziert wurde – die stellen auch die Server zur Verfügung, über die das Computersystem läuft.
Völlig ausgereift ist „Katwarn“ allerdings noch nicht. Ob auch jeder Alarmierte seine SMS bekommen hat, weiß es nicht. Wenn das Mobilfunknetz überlastet ist, wie etwa Silvester, kann „Katwarn“ zusammenbrechen.

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