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Nervtötende Suche: Irrgarten Hauptbahnhof: Wo geht's hier zum Parkhaus?


Die Karte zeigt die Irrfahrt-Fallen  rund um Berlins Hauptbahnhof. Die gestrichelte Linie markiert den sicheren  Weg ins Parkhaus. Grafik: Soschinski
Die Karte zeigt die Irrfahrt-Fallen rund um Berlins Hauptbahnhof. Die gestrichelte Linie markiert den sicheren Weg ins Parkhaus. Grafik: Soschinski
Berlin –  

Einen Parkplatz zu finden, kann einem in Berlin den letzten Nerv rauben. Der Gipfel des Park-Irrsinns ist derzeit aber am Hauptbahnhof zu besichtigen: Stellplatz-Mangel, Baustellen und eine miese Beschilderung machen die Anfahrt zur Irrfahrt. Wir, die KURIER-Reporter, fanden manche „Falle“ bei der Suche.

Aber es gibt ihn wirklich: den direkten Weg ins Parkhaus. Bei diesem Labyrinth kann man schon froh sein, dass die Züge der Deutschen Bahn oft zu spät kommen und starten. Denn wer mehr als einen Blitz-Parkplatz zum Abladen eines Verwandten vorm Eingang sucht, muss sich sputen. Oder den Abschied am Gleis zähneknirschend ausfallen lassen. Selbst dort, wo es lange noch „richtige“ Stellplätze gab, rauscht man jetzt in Sackgassen.

Falle 1: Autofahrer, die aus Mitte über die Invalidenstraße kommen, biegen oft links zum Friedrich-List-Ufer ab. Früher konnte man hier durchfahren, um auf der Bahnhofsrückseite rund um den Washingtonplatz zu parken. Jetzt blockiert eine Baustelle die Fahrbahn auf der ganzen Breite. Da hilft nur: Umdrehen! Gebaut wird dort übrigens an der S-Bahn-Linie 21, die ab 2018 Nordring und Hauptbahnhof verbinden soll. Das Gebuddel wirkt sich auch auf die „Öffentlichen“ aus: So hält der Flughafen-Bus TXL seit 15. Oktober weiter südlich an der Rahel-Hirsch-Straße.

Falle 2: Absolut ärgerlich ist die zweite mögliche Abfahrt von der Invalidenstraße. Da hat man den Bahnhof schon im Blick, sieht das Hinweisschild zum Parkhaus und landet doch – im Tiergartentunnel. Ver(w)irrte finden sich jetzt auf dem Zwei-Kilometer-Weg zum Potsdamer Platz wieder. Wer dann zur Sicherheit überirdisch zurückfährt, hat etwas vor sich: Die Route führt über Brandenburger Tor, Reichstag und Kanzleramt. Dauer bei dichtem Verkehr: 20 Minuten.

Falle 3: Wer auf diesem Weg, also von Südosten, auf den Hauptbahnhof zukommt, verfällt schnell einem fatalen Gedanken: Autofahrer biegen am Kapelle-Ufer rechts zum Alexanderufer ab, um dann über die Invalidenstraße auf den Bahnhof zuzusteuern. Das klingt etwas kompliziert, aber es war lange immerhin eine Möglichkeit. Und heute? Jetzt prangt ein leicht zu übersehenes Sackgassenschild am Alexanderufer. Wer aus Gewohnheit hineinfährt, landet in Höhe Charité vor einer Reihe von Pollern. Ende Gelände! Einige parken dann dreist auf dem Radweg am Alexanderufer.

Aber mit alldem nicht genug: Wegen Baustellen sind vorerst auch Parkplätze im Südwest-Bereich um Katharina-Paulus-Straße und Berta-Benz-Straße weggefallen. Auf der Karte (s. links) ist das Areal mit einem Halteverbotsschild markiert. Autofahrer können sich also glücklich schätzen, wenn sie möglichst auf direktem Weg in die Park-Garage finden.

Die sichere Route: Auf der Invalidenstraße geht’s (unter Vermeidung der Fallen 1 u. 2) bis zur Clara-Jaschke-Straße. In diese Straße biegt man links ein und hält die Augen weiter links. Hier taucht dann rasch die Parkhaus-Einfahrt auf. Die KURIER-Karte zeigt den Weg mit einer gestrichelten Linie. Aber Vorsicht: An der Übersichtlichkeit des Parkhauses scheiden sich die Geister ...

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