Samstag, 4. Februar 2012
Azubi-Pakt in Marzahn-Hellersdorf

Ob diese Unterschrift den 2600 arbeitslosen Jugendlichen hilft?


v. l.: Andreas Dix (Wirtschaftskreis), Wolfgang Steinherr (Jobcenter), Stefan Komoß, Dilek Kolat, Ramona Schröder und Jens Regg (Arbeitsagentur) und Reiner Aster (Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung)
v. l.: Andreas Dix (Wirtschaftskreis), Wolfgang Steinherr (Jobcenter), Stefan Komoß, Dilek Kolat, Ramona Schröder und Jens Regg (Arbeitsagentur) und Reiner Aster (Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung)
Marzahn-Hellersdorf  –  

Die schönen Worte sind gewechselt, die Unterschriften da, jetzt beginnt die Arbeit: Der Bezirk will binnen fünf Jahren die Jugendarbeitslosigkeit auf Null bringen.

Kurz von 11.30 Uhr wurde der „Masterplan Arbeit und Ausbildung für alle Jugendlichen bis 25 Jahren in Marzahn-Hellersdorf“ im Rathaus unterzeichnet, unter anderem von Bürgermeister Stefan Komoß und Arbeitssenatorin Dilek Kolat (beide SPD), von Wirtschafts- und Verwaltungsvertretern. Ihr gemeinsames Ziel: Die zur Zeit noch 2600 arbeitslosen Jugendlichen von der Straße holen – und die 1700 Schulabgänger pro Jahr, so sie nicht auf die Uni gehen, auch.

Kolat: „Wir wollen nicht mehr, dass Schulabgänger Schleifen in außerbetrieblichen Beschäftigungsmaßnahmen drehen.“

Doch mit der Verbindung zwischen einigen der zehn Sekundarschulen und den Betrieben im Bezirk hapert es. Andreas Dix vom Wirtschaftskreis (200 Mitglieder): „Einige Schulleiter sind noch auf dem Weg.“ Sie halten es nicht für einen Teil ihres Lehrauftrags, Neunt- und Zehntklässler zu Firmen-Praktika anzuhalten. Genaue Maßnahmen sollen bis zum Sommer ausgearbeitet werden. Bürgermeister Komoß kann sich zum Beispiel vorstellen, dass Jung-Unternehmer gleich bei der Anmeldung im Gewerbeamt angesprochen werden, an Lehrstellen zu denken. Kitas könnten von 6 bis 21 Uhr geöffnet werden, damit Alleinerziehende bessere Arbeitschancen in Berufen haben, die keinen Bürozeiten folgen. GL

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