Mittwoch, 26. Oktober 2011
Linken-Chefin Gesine Lötzsch

Ihr verzweifelter Kampf um das rote Lichtenberg

Von R. Gorny

Gesine Lötzsch
Gesine Lötzsch
Foto: dpa
Berlin –  

Sie wollen es nicht wahrhaben. Den Linken droht der Verlust ihrer letzten Hochburg Lichtenberg. Bundesvorsitzende Gesine Lötzsch will dies mit aller Macht verhindern.

SPD, CDU und Grüne wollen am 10. November den bisherigen Baustadtrat Andreas Geisel (SPD) zum Nachfolger von Bezirksbürgermeisterin Christina Emmrich (Linke) wählen. Doch Bundes- und Bezirksvorsitzende Lötzsch sagt kämpferisch: „Herr Geisel hat’s erst geschafft, wenn er gewählt ist. Die Entscheidung fällt in geheimer Abstimmung in der Wahlkabine. Wir führen pausenlos Gespräche.“

Nun wird gemunkelt, die Linken könnten noch einige Grüne zur Wiederwahl Emmrichs überreden. Das Kalkül dabei: Die Ökopartei könnte so Rache nehmen an der nicht zustande gekommenen Koalition aus SPD und Grünen auf Landesebene. Grünen-Bezirkschefin Regina Schmidt: „Von geheimen Gesprächen ist mir nichts bekannt.“ Doch Linken-Fraktionschef Christian Petermann gießt Öl ins Feuer: „Ich setze auf den Heide-Simonis-Effekt. Herr Geisel kann sich unendlich oft zur Wahl stellen. Aber er würde sich dann nur selbst demontieren.“

Geisel nimmt die Abstimmung nicht auf die leichte Schulter: „Wir passen auf, aber ich habe volles Vertrauen in die Bezirksverordneten der Zählgemeinschaft.“ SPD, CDU und Grüne verfügen über 28 Stimmen in der BVV, Linke und Piraten über 25.
Zur Erinnerung: Vor fünf Jahren war der SPD-Kandidat Bernd Mahlke (SPD) in Marzahn-Hellersdorf in geheimer Wahl kläglich gescheitert. Dagmar Pohle (Linke) blieb im Amt.

Mehr dazu
Auch interessant
Anzeige
Weitere Meldungen aus dem Bereich Kiez&Stadt
Scheinbar gepflegte Fassaden, doch was sich dahinter verbirgt, verschlägt einem die Sprache.
"Eine Schande"

Tatort Lichtenberg: In diesem Wohnblock herrschen Vandalismus, Brandstiftungen, Verwahrlosung. In den Fluren überall Urin-Gestank, Graffiti. Den letzten Bewohnern wird jetzt das Wasser abgestellt.  Mehr...

Seit 1991 lebt Jacqueline in Spandau, seit 13 Jahren arbeitet sie im Café Fester – einem der traditionsreichsten Geschäfte der Altstadt.
Der Kiez-Report Teil 6

Über fünf Stadtteile haben wir bereits berichtet. Im sechsten Teil ist Spandau dran, der Bezirk ganz im Westen Berlins.  Mehr...

Doof, rechtsradikal, beides?
"Zyklon B"

Ein Hacker hat von einem Server der SPD über 1900 Zugangsdaten samt Passwörtern geklaut. Jetzt sucht die Staatsanwaltschaft nach dem Angreifer, der sich nach dem KZ-Mordgas „Zyklon B“ nennt.  Mehr...

Anzeige
Kiez&Stadt
KURIER auf Facebook
Anzeige
Anzeige
Umfrage

Wann wird der neue Hauptstadtflughafen tatsächlich eröffnet?

Berliner Kurier präsentiert:
Sonderveröffentlichungen & Beilagen

Wegschauen, pöbeln, rasen – auf der Suche nach dem Anstand: Hier die ganze Serie!  Mehr...

Rockerclubs: 800 bis 1000 Mitglieder und Unterstützer haben die von der Polizei als kriminell eingestuften Rockerclubs in unserer Stadt. Die drei größten Clubs sind die Hells Angels, die Bandidos und der Gremium MC. Die Rocker beherrschen weite Teile des Berliner Rotlichtmilieus, mischen außerdem im Waffen- und Drogenhandel mit – Tendenz steigend.

Auf der Spur von Rockern, Araber-Clans und der Vietnam-Mafia  Mehr...

4000 Gäste feierten mit Frontmann Toni Krahl (l.) und seine Jungs von CITY 40 Jahre Bandgeschichte.

Exklusiv & vorab: Das Video von der Jubiläumsparty im Tempodrom!

Die schräge Kolumne von Kabarettist Chin Meyer - jeden Mittwoch und Sonnabend im KURIER.

Top Stories
Google Anzeigen
Blaulichtkurier
Handyreporter
Neueste Bildergalerien
Berliner Kurier
Webtipps
Mietwohnungen in Berlin
Berlin hat viel zu bieten und ist bei Jung und Alt beliebt. Mietwohnungen in Berlin suchen und finden.