Das ist Berlins schönste Sommer-Lovestory! Jennifer Ladewig (22) hat Andreas (47), die Jugendliebe ihrer Mutter Gisela (42), nach 24 Jahren übers Internet wiedergefunden. Im KURIER erzählt Jennifer die romantische Geschichte.
Alles begann im Juli 2010. Ich war frisch verliebt, saß mit meiner Mutti auf dem Balkon und fragte sie: „Wer war eigentlich deine erste große Liebe?“ Meine Mama wusste gar nicht so recht, wo sie anfangen sollte. Darum schrieb sie mir folgenden Brief: „So meine kleene Süße, ich erzähle dir jetzt meine erste Liebesgeschichte. Mit meiner Freundin Uta ging ich am 13. September 1986 in eine Disco, das Haus der jungen Talente. Dort habe ich den Andreas kennengelernt. Er forderte mich zum Tanzen auf und sah richtig süß aus. Noch am selben Abend kamen wir zusammen. Aber leider hielt die Beziehung nur bis 13. November 1986. Du siehst, ich habe ihn auf einem 13. kennengelernt, und auf einem 13. schrieb er mit einen Brief, dass es zwischen uns aus ist. Er schrieb, dass er mich zwar noch liebt, aber dass er eine andere Frau kennengelernt hat. Oh, war ich traurig! Ich musste noch sehr lange an Andreas denken ...“
Als ich den Brief gelesen hatte, fragte ich meine Mama, ob sie je wieder etwas von Andreas gehört habe. „Nein, leider nicht“, sagte sie. Da kam mir eine Idee: Ich setzte mich mit meiner Mama vor den Computer und suchte im Internet nach Andreas.
Volltreffer! Bei „Stayfriends“ haben wir ihn gefunden. Andreas konnte sehen, dass wir seine Seite besucht hatten, und schrieb meine Mutti an. Das war am 2. August 2010. Sechs Tage später haben sie sich auf der Bowlingbahn in Marzahn zum Kaffeetrinken getroffen. Da hat es sofort wieder gefunkt!
Damals wohnten wir noch in einer Vierraumwohnung. Andreas ist zu uns gezogen, und mein Freund David auch. Wir fanden das so cool, alle unter einem Dach. Aber dann wurde ich schwanger – und die Wohnung war etwas zu klein. Also suchten David und ich uns eine eigene Wohnung. Unsere Tochter Jasmin Dea kam zur Welt und der Kontakt zu Andreas und meiner Mama blieb immer ganz eng.
Eines Tages bekam ich eine SMS, in der stand: „Möchtest du meine Brautjungfer sein?“ Ich? Wie? Was? Wo? Natürlich wollte ich! Am 21. Juli heiratet meine Mama ihre Jugendliebe. Ist das nicht romantisch?
Wenn ich nicht so neugierig gewesen wäre, hätten die zwei sich vielleicht nie wieder getroffen. Obwohl sie in all den Jahren nur wenige Kilometer voneinander entfernt wohnten.

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