Was für eine Schmach: Die Linke wird in Berlin künftig keinen Bezirksbürgermeister mehr stellen. Auch in ihrer Hochburg Lichtenberg nicht. Ein Debakel für Gesine Lötzsch, die nicht nur den Bezirks-, sondern auch den Bundeslinken vorsteht.
SPD, CDU und Grüne verständigten sich darauf, den SPD-Stadtrat Andreas Geisel zum Nachfolger von Christina Emmrich (Linke) zu wählen. Geisel erklärt das so: „Die Nachwendezeit ist beendet.“ Und damit müsse Schluss sein mit DDR-Nostalgiereflexen der Linken. Geisel: „Das hat dem Image des Bezirks geschadet.“
Die Linke als stärkste Partei in der BVV soll dennoch nicht ausgegrenzt werden. Die beiden Linke-Stadträte sollen die Bereiche Jugend, Familie, Gesundheit, Bürgerdienste, Gebäudebewirtschaftung, Öffentliche Ordnung und Verkehr bekommen.
Geisel wird Bürgermeister mit Wirtschaft, Personal, Finanzen. Kerstin Beurich (SPD) bleibt Stadträtin mit den Bereichen Bildung, Kultur, Soziales und Sport. Wilfried Nünthel (CDU) kehrt nach einer Legislaturperiode mit Stadtentwicklung, Bau und Umwelt ins Bezirksamt zurück.
Besiegelt wurde gestern außerdem, dass in Marzahn-Hellersdorf Stefan Komoß (SPD) Nachfolger von Dagmar Pohle (Linke) wird (KURIER berichtete). GL

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