„Wir können nichts mehr für Sie tun.“ Die Ärzte in ihrer süddeutschen Heimatregion hatten Alyne D. aufgegeben. Die 41-Jährige litt an einem riesigen, bösartigen Knochentumor an der Lendenwirbelsäule. Wegen der unerträglichen Schmerzen lag die Frau bereits seit acht Monaten ununterbrochen auf dem Bauch, wartete auf den Tod. Bis ein Berliner Arzt die Rettung brachte.
Denn Familienmitglieder von Alyne D. wollten sich nicht damit abfinden, dass die Mutter zweier Kinder (15 und 10) sterben sollte. Im Internet lasen sie von einem Berliner Krebs-Chirurgen, der sich auf die Entfernung besonders großer Tumore spezialisiert hatte. Sie nahmen Kontakt zu Dr. Heinz R. Zurbrügg von den CityPraxen in der Friedrichstraße auf.
Der 53-jährige, erfahrene Chirurg konnte die Bedenken seiner Universitätskollegen verstehen. „Bei dieser Operation bestand die Gefahr einer Querschnittslähmung.“ Trotzdem wagte er den Eingriff, entfernte am 5. Juli in einer dreieinhalbstündigen Operation den knapp einen Kilo schweren Tumor. Die Kosten in dem privat geführten Zentrum übernahm die AOK, weil alle anderen Krankenhäuser abgelehnt hatten.
Am Donnerstag, gut zwei Wochen nach der schweren Operation, konnte Alyne D. wieder sitzen, an Krücken laufen. „Es geht von Tag zu Tag besser“, freute sich die gelernte Hebamme. Vergangenes Wochenende waren ihre Tochter und der Sohn zu Besuch bei der Mama. „Sie sind überglücklich“, sagte Alyne D.. In diesem Jahr wird sie sich noch einer Operation unterziehen müssen, bei der kleinere Krebsherde entfernt werden. Danach muss sie regelmäßig überwacht werden, damit der Tumor nicht nachwächst. Da er aber keine Tochtergeschwülste bildet, kann Alyne D. noch viele Jahre ein relativ beschwerdefreies Leben führen. Sie ist ihrem Berliner Lebensretter unendlich dankbar: „Endlich kann ich wieder mit meiner Familie am Tisch sitzen.“
SEY


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