Für 360 Pankower Schüler bleibt die Küche kalt – auf Anordnung des Veterinäramtes. Die Tesla-Schule soll nun im Mendelssohn-Bartholdy-Gymnasium versorgt werden. Doch dort gibt es nur 60 Sitzplätze.
Keine Dunstabzugshaube über dem Herd, kein getrennter Lagerbereich... Das reichte neben einigen weiteren kleineren Ungenauigkeiten, um die Küche in der Tesla-Schule zu schließen. Das wird wohl auch vorerst so bleiben, denn nur mit teuren Umbauten könnte man die Küche auf Vordermann bringen. Alleine die Planung dafür soll ein halbes Jahr dauern.
Die Alternative im „nahen“ Gymnasium stößt bei Lehrern wie Eltern nicht auf Gegenliebe. Das liegt nämlich in der Eugen-Schönhaar-Straße, rund 1,5 Kilometer Fußweg entfernt vom Schulhaus in der Rudi-Arndt-Straße, in der Nähe des Velodroms. „Bleibt es dabei, kann ich mich bei diesen Voraussetzungen vom Ganztagsbetrieb verabschieden“, urteilt Schulleiter Heiko Kammigan.
Zurzeit behelfen sich die Schüler mit umfangreicheren Stullenbüchsen. Unterricht haben sie nämlich bis 16 Uhr. Im Gespräch ist für den Übergang eine kleine Lösung mit Sandwich und Salat. „Warmes Essen können wir aber definitiv nicht anbieten“, sagt Kammigan.
... ich Ballerina werden will
Lina kommt ins sechste Ausbildungsjahr an der Staatlichen Ballettschule Pankow. Die 15-Jährige geht ab heute in die 10. Klasse. „In den Ferien habe ich zwar etwas für meinen Körper getan, es aber auch ein wenig schleifen lassen. In diesem Jahr stehen nun wichtige Prüfungen an, dafür will ich mich körperlich topfit trainieren.“
Foto: Volkmar OttoDas Pankower Schulamt bemüht sich, die Küche zu sanieren. „Wir machen Druck aufs Hochbauamt, um die Hygiene-Vorgaben schnell erfüllen zu können“, sagt Leiterin Ilka Wagnitz. Das Geld für die Planung ist bereits da.
Der 15-minütige Weg zum Gymnasium sei zwar für alle Beteiligten unbequem, aber machbar. Alternativen wie eine fahrbare Küche lösten aber das Problem nicht. Mittelfristig gebe es auf dem Schulgelände ohnehin eine ganz neue Mensa.

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