Fünf Sterne de luxe: Das Waldorf Astoria am Zoologischen Garten öffnet seine Pforten für reiche Berlin-Besucher. Höhepunkt: Die 280 Quadratmeter große Präsidenten-Suite im 31. Stockwerk.
Ein bisschen Art déco, dazu Apple-Technik, viele Kissen und Marmor: 12 000 Euro kostet die Nacht in den repräsentativen Räumen mit zwei Schlafzimmern, zwei Bädern, riesigem Wohnzimmer und Büro – Blick über die Hauptstadt inklusive, der Butler auch – aber das Frühstück kostet extra!
Generaldirektor Friedrich Niemann hat schon eine Vorstellung, wer sich diesen Luxus leisten soll: „Wir rechnen mit Gästen aus den USA, besonders auch aus dem Nahen und Fernen Osten“, sagt der Hotelchef, der zuletzt ein Haus in Budapest geleitet hatte.
Die „normalen“ Zimmer sind deutlich günstiger, ab 250 Euro pro Nacht ist man dabei, zuvorkommend umsorgt von 200 Mitarbeitern. 232 Zimmer bietet das zum Hilton-Konzern gehörende Schmuckstück, dessen Eröffnung sich gewaltig verzögert hatte. Mit den Buchungen zur Fashion-Week und der Berlinale sei man aber schon jetzt zufrieden, sagt Direktor Niemann.
Wer das nötige Kleingeld besitzt, freut sich aufs Restaurant „Les Solistes“, das von Super-Sterne-Koch Pierre Gagnaire geleitet wird. Für Sparsamere darf es ein Cocktail in der Lang-Bar oder ein Tee im Romanischen Café sein. Reicht völlig, um Reiche und Schöne zu betrachten.
Für das Jahr 2012 existieren noch keine Zahlen, doch Berlin wird erneut ein touristisches Rekordjahr schreiben: Vor allem die Besucherzahlen aus Russland und Indien stiegen im Vorjahr zweistellig an. Diese Gäste sind es – neben US-Amerikanern sowie Besuchern aus Fernost - auf die es die Spitzen-Hotellerie in Berlin abgesehen hat. 24 Häuser mit 5 Sternen und 106 Häuser mit 4 Sternen buhlen um die zahlungskräftigen Luxus-Liebhaber. 2013 eröffnen weitere Paläste, etwa an der Museumsinsel, am Potsdamer Platz und rund um den Zoologischen Garten. 2014 kommt ein First-Class-Hotel am Hauptbahnhof dazu.

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