Eva-Maria Hagen
Die Liebe, das Leid und die Stasi
Die Schauspielerin und Sängerin Eva Maria Hagen
Foto: dpa
Die Schauspielerin und Sängerin Eva Maria Hagen
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Berlin –
Es gibt Stimmen, die verteidigen auch jetzt, 50 Jahre später, noch den Mauerbau. „Damit bin ich nicht einverstanden“, sagt Eva-Maria Hagen (76). Im KURIER erinnert sich die große Schauspielerin daran, was die Mauer ihr nahm.
An erster Stelle steht für Eva-Maria Hagen die Liebe. „Die Mauer nahm mir meinen Liebsten, Peter“, sagt sie. Hagen war 26, er gerade einmal 19. Weil seine Familie privilegiert war, durften sie in den Westen reisen. Sie waren wieder einmal dort, als die Mauer hochgezogen wurde. Und Peter sollte nie mehr in sein Heimatland zurückkehren... Eine Geschichte ohne Happy End.
Die Ost-Schau "Alltagsdinge"
Bildergalerie ( 30 Bilder )
Die Ost-Schau "Alltagsdinge"
Museums-Chef Andreas Ludwig mit Plaste-Wannen.
Foto: Uhlemann
Reporter Mike Wilms an der DDR-Stereo-Anlage.
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Der Sonneberger Metallbaukasten „Piccolo“ wurde ab 1967 im VEB Injecta Steinach in Thüringen hergestellt.
Foto: Uhlemann
Das TV-Gerät Alex ist eine Berliner Studentenarbeit von 1957.
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Staubsauger aus den 50er- bis 70er-Jahren sind in der DDR-Ausstellung zu bestaunen.
Foto: Uhlemann
Staubsauger aus den 50er- bis 70er-Jahren sind in der DDR-Ausstellung zu bestaunen.
Foto: Uhlemann
Staubsauger aus den 50er- bis 70er-Jahren sind in der DDR-Ausstellung zu bestaunen.
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Den Kassettenrekorder Sonett bekam man zur Jugendweihe oder kaufte ihn vom ersten Geld.
Foto: Uhlemann
Den Kassettenrekorder Sonett bekam man zur Jugendweihe oder kaufte ihn vom ersten Geld.
Foto: Uhlemann
Hier sehen Sie weitere Schätze im DDR-Design!
Foto: Uhlemann
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Diese Tasse mit „Mitropa“-Logo gehört zum Gaststätten-Geschirr Rationell aus dem VEB Porzellanwerk Colditz.
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Kiez&Stadt
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Promi & Show
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„Er ist früh gestorben“, sagt Hagen. „Ich habe ihn nie mehr wieder gesehen.“ Dokumentiert hat sie die Liebes-Geschichte mit Briefen auf ihrer Homepage.
Eva-Maria Hagen (2.v.l.) mit Wolf Biermann und Tochter Nina Hagen (rechts) beim Musizieren.
Foto: dpa
Eva-Maria Hagen (2.v.l.) mit Wolf Biermann und Tochter Nina Hagen (rechts) beim Musizieren.
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Auf der Internetseite (www.eva-maria-hagen.de) finden sich noch mehr Unterlagen aus dem Leben der Hagen. Unter anderem viele Stasi-Protokolle. „Ich habe ja nichts zu verbergen“, sagt Hagen. Als sie sich 1965 in Wolf Biermann verliebte, lernte die bis dahin gefeierte Schauspielerin das wahre Gesicht der Staatsmacht kennen. Sie durfte oft nur noch an Provinztheatern spielen, wurde im Privaten immer extremer von der Stasi überwacht.
Sogar einen Mordanschlag hat es auf Hagen gegeben – ob allerdings die Stasi schuld war, konnte bis heute nicht geklärt werden. Es geschah in Berlin, 5. April 1966. Die Stasi belauschte eine Unterhaltung zwischen Biermann und Hagen. Kurz zuvor hatte die damals 31-jährige junge Mutter Nägel in ihrem Autoreifen gefunden. „Die Nägel wurden so reingeschlagen, dass die Luft nur langsam entweichen konnte“, sagt Hagen. Bei großer Geschwindigkeit wäre sie unheimlich ins Schleudern gekommen.
Der Horch & Guck-Schick
Bildergalerie ( 7 Bilder )
Ob biederer Leisetreter, cool mit Pelz und Russen-Schapka, als Tourist oder als Staatsdiener in Uniform – die Stasi kam in vielen Kostümen. Und meist gehörte eine Sonnenbrille dazu.
Foto: Simon Menner / morgen-contemporary.com
Ob biederer Leisetreter, cool mit Pelz und Russen-Schapka, als Tourist oder als Staatsdiener in Uniform – die Stasi kam in vielen Kostümen. Und meist gehörte eine Sonnenbrille dazu.
Foto: Simon Menner / morgen-contemporary.com
Ob biederer Leisetreter, cool mit Pelz und Russen-Schapka, als Tourist oder als Staatsdiener in Uniform – die Stasi kam in vielen Kostümen. Und meist gehörte eine Sonnenbrille dazu.
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Ob biederer Leisetreter, cool mit Pelz und Russen-Schapka, als Tourist oder als Staatsdiener in Uniform – die Stasi kam in vielen Kostümen. Und meist gehörte eine Sonnenbrille dazu.
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Ob biederer Leisetreter, cool mit Pelz und Russen-Schapka, als Tourist oder als Staatsdiener in Uniform – die Stasi kam in vielen Kostümen. Und meist gehörte eine Sonnenbrille dazu.
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Ob biederer Leisetreter, cool mit Pelz und Russen-Schapka, als Tourist oder als Staatsdiener in Uniform – die Stasi kam in vielen Kostümen. Und meist gehörte eine Sonnenbrille dazu.
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Ob biederer Leisetreter, cool mit Pelz und Russen-Schapka, als Tourist oder als Staatsdiener in Uniform – die Stasi kam in vielen Kostümen. Und meist gehörte eine Sonnenbrille dazu.
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Eva-Maria Hagen in den 70er Jahren in der DDR
Foto: dpa
Eva-Maria Hagen in den 70er Jahren in der DDR
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Die Männer in der Werkstatt erklärten, dass die Nägel von der Innenseite in das Rad geschlagen wurden. Eine besonders perfide Methode. Das Auto lässt sich anfangs problemlos starten und lenken. Während der Fahrt gibt es dann Komplikationen. Ein Baum, ein Hindernis – es wäre der sichere Tod der Eva-Maria Hagen gewesen. Wolf Biermann reagierte mit klaren Worten: „Das sind Mörder!“ Es sollte nicht das einzige Mal sein, dass Hagen um ihr Leben bangen muss. Ein Unbekannter versuchte zum Beispiel, sie auf der Autobahn aus der Spur zu drängen.
Einblick in den DDR-Marine-Bunker
Bildergalerie ( 20 Bilder )
Einblick in den DDR-Marine-Bunker
Besucher gehen die Stufen in den ehemaligen Hauptgefechtsstand hinab.
Foto: dpa
Der letzte Dispatcher der DDR-Marine Erich Vierow, Gelände-Besitzer Mario Ruhm und Pächter Claus Funke (von links) zeigen einen geheimen Bunkerverteidigungsplan.
Foto: dapd
Claus Funke in der Dispatcherzentrale. Hier musste der Dispatcher den Überblick behalten: Gibt es Störungen? Und wie ist eigentlich die Luft da oben?
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Ein Platz fürs unterirdische Nickerchen.
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Der letzte Dispatcher der Marine der DDR, Erich Vierow, arbeitete bis 1993 in der einst streng geheimen, unterirdischen Anlage.
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Filter gegen radioaktiv verseuchte Außenluft
Foto: dapd
Pächter Claus Funke an einem Schaltpult
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Mit Pappschiffen wurde bei der DDR-Marine Krieg gespielt und an Strategien gefeilt. Rund 300 Militärs hätte der Bunker in Drüsewitz im Falle eines plötzlichen Angriffs das Leben gesichert.
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Bunkerforscher Hannes Hensel öffnet die gasdichte Drucktür eines alten Führungsbunkers der DDR-Volksmarine.
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Alte Dieselbehälter in der Tankanlage
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Erich Vierow blättert in der der Krankenstation des Bunkers in gefundenen Büchern.
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Ein Blick in die Küche des 61-Millionen-DDR-Mark-teuren Bunkers: Zwei Speisekochkessel, eine Kippbratpfanne und zwei Anbaublockherde stehen in der Großküche des alten Führungsbunkers.
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Ein Aufkleber der DDR-Marine mit der Aufschrift "Gefechtsstation der hohen Zuverlässigkeit" hängt an einem Schaltkasten für die Schleuse des Bunkers.
Foto: dapd
Der 1969 bis 1974 erbaute Bunker wurde nach der Wende mit Beton versiegelt.
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Claus Funke erklärt Besuchern die Dispatcherzentrale des ehemaligen Hauptgefechtsstands (HGS) der DDR-Volksmarine.
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Erich Vierow sitzt an seinem ehemaligen Arbeitsplatz in der Dispatcherzentrale des ehemaligen Hauptgefechtsstandes.
Foto: dpa
Dunkel: Ein Besucher geht die Stufen in den ehemaligen Hauptgefechtsstand der DDR-Volksmarine hinab.
Foto: dpa
Claus Funke steht vor der russischen Anlage "DAU" mit der die Gamma-Strahlung außerhalb des Bunkers ausgewertet werden konnte.
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Bunkerforscher Hannes Hensel kniet im Licht einer Taschenlampe vor der Rohrpostanlage des Bunkers.
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Claus Funke, Pächter des Bunkers, öffnet die 3,5 Tonnen schwere Eingangstür.
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Als Wolf Biermann 1976 ausgebürgert wurde, folgten Eva-Maria und ihre Tochter Nina Hagen kurze Zeit später in den Westen. Obwohl die beiden Künstler schon längst kein Liebespaar mehr waren. Aber wenigstens diese Geschichte hat ein Happy End: Biermann und Hagen sind auch nach ihrer Trennung Freunde geblieben. Eva-Maria Hagen „Rückblickend kann ich sagen: Das Leben hat mich in die Arme genommen.“ Trotz Liebes-Leid und Stasi-Überwachung.
Die große KURIER-Serie: 50 Jahre Mauerbau
Bildergalerie ( 6 Bilder )
Die große KURIER-Serie: 50 Jahre Mauerbau
Der Übergang in der Invalidenstraße 1988 und 2011. Der KURIER-Grafiker fügte die Fotos aus beiden Jahren zusammen – viel verändert hat sich nicht.
Foto: Berliner Mauer Archiv/Hagen Koch/Lebie (Montage: saba)
Im Café Adler trafen sich Spione, Informanten und Journalisten. Aus dem eigentlich abrissreifen Gebäude hörte die CIA den Osten ab.
Foto: Berliner Mauer Archiv/Hagen Koch/Lebie (Montage: saba)
Der „verschmolzene“ Blick von der Oberbaumbrücke auf das Ost-Ufer. Rechts die alten Grenzanlagen, links der nach der Wende sanierte Speicher.
Foto: Berliner Mauer Archiv/Hagen Koch/Lebie (Montage: saba)
Die Platte an der Ecke Voßstraße/Wilhelmstraße wurde 1988 errichtet. Der KURIER-Grafiker ließ Heute und Damals in einem Foto verschmelzen.
Foto: Berliner Mauer Archiv/Hagen Koch/Lebie (Montage: saba)
In Schwarz-Weiß: die Sebastianstraße auf der Westseite der Mauer im Jahre 1988. In Farbe: Ingeborg Skiba schaut 2011 von ihrem Balkon im Osten auf die Sebastianstraße.
Foto: Berliner Mauer Archiv/Hagen Koch/Lebie (Montage: saba)
Die Lohmühlenstraße in Alt-Treptow, 1988 und 2011 verschmolzen durch den KURIER-Grafiker. Wo heute Touristen-Boote über die Spree tuckern, war früher absolutes Todes-Gebiet.
Foto:
Berliner Mauer Archiv/Hagen Koch/Lebie (Montage: saba)
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