Freitag, 23. Dezember 2011
Ein Weihnachtsmärchen

Berliner Ärzte retten den kleinen Momo (3)


Berliner Ärzte retten den kleinen Momo

Der kleine Momo blickt traurig in die Kamera. Aber die Ärzte um Prof. Felix Berger kümmern sich rührend um ihn.

Foto: dpa
Berlin –  

Schüchtern blickt der kleine Momo (3) von seinem Klinik-Bett auf. Seine großen, dunklen Augen lassen das Leid des Jungen aus Afghanistan erahnen. Momo hat einen angeborenen Herzfehler, konnte in seiner Heimat aber nicht operiert werden. In Berlin, am Deutschen Herzzentrum, bekommt er jetzt ein lebensrettendes Weihnachtsgeschenk.

Momo atmet schwer, er wirkt müde. Sein Herz ist schwach, in seinem Alter sollte es fünfmal so leistungsfähig sein. Der Junge aus einem Dorf bei Kabul hat ein Loch in der Kammerscheidewand und eine verengte Schlagader. „Ein kombinierter Herzfehler“, so Dr. Barbara Nickolaus vom Deutschen Herzzentrum. Dort wartet Momo (Kurzform von Mohammad) auf seine OP.

Dass er überhaupt nach Berlin kommen konnte, grenzt an ein Wunder. Sein Vater ist ein armer Teppich-Händler, seine Mutter muss sich um Momos acht Geschwister kümmern. Geld für gute medizinische Versorgung hat die Familie nicht. Und für eine Flugreise auch nicht. Aber sie konnte eine Welle der Hilfsbereitschaft auslösen, als sie sich an ein Kinderheim des Vereins „Kinder brauchen uns“ wandte.

Zehn Spenden-Organisationen teilen sich jetzt die 40.000 Euro Kosten. „Und es gibt gleich vier Gast-Familien, die sich hier um den Jungen kümmern“, sagt Dr. Nickolaus. Eine davon wird Momo nach der OP für eine Weile aufnehmen. Der Eingriff ist für die Tage nach Weihnachten geplant. Und weil Momo kein Wort Deutsch spricht, hat er hier sogar einen Dolmetscher.

MOW

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