Charité-Chef Karl Max Einhäupl ist die Erleichterung anzumerken: Endlich hat seine Klinik keine Miesen gemacht. Und noch besser: Statt einer geplanten „schwarzen Null“ mit ein paar Pimperlingen plus wurde 2011 ein 8,2-Millionen-Überschuss erzielt.
„Heute ist mal ein schöner Tag für uns“, sagte Einhäupl, der freimütig zugab: Wenn er bei Amtsantritt 2008 gewusst hätte, dass das Haus mit 56,6 Millionen Euro Defizit und nicht funktionierenden Strukturen auf die Pleite zutaumelte, hätte er sich seine Zusage vielleicht nochmal überlegt. Jetzt aber kann er sagen: Wir haben in jedem Jahr eingehalten, was wir an Defizit-Verringerung versprochen haben.
Daran ist u. a. das „Team 2011“ des Dr. Alexander Hewer beteiligt, dem Geschäftsbereichsleiter Finanzen. Es wurde gegründet, als zu befürchten stand, dass die „schwarze Null“ nicht erreicht wird. Es senkte die Ausgaben z. B. beim Einkauf 2011 um 6,9 Millionen – unter anderem dadurch, dass nicht jeder Standort andere Implantate bestellte, Bestellungen gebündelt und so Rabatte einhandelbar wurden.
Die länger geplante Verschmelzung der Labore von Charité und Vivantes 2011 sparte ebenfalls gut: 2,7 Millionen Euro.
Auch der Senat war beteiligt: Er erhöhte die Mittel für Forschung und Lehre um 7 auf 184 Millionen Euro – nachdem er sie über die Jahre zuvor um 90 Millionen gesenkt hatte. GL

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