Der Krise zum Trotz: So viele Millionäre wie 2012 gab es noch nie, in Deutschland freuen sich über 950.000 Menschen über ein Finanzvermögen von mehr als einer Million Euro. In Berlin sollen es mehr als 10.000 sein. Richtige Superreiche, also Einkommensmillionäre, gibt es natürlich weniger. Der KURIER zeigt, wo sie genau leben.
574 Einkommensmillionäre leben laut der Senatsverwaltung für Finanzen in unserer Stadt. Das sind die Best-Verdiener, die ein zu versteuerndes Jahres-Einkommen von mindestens einer Million Euro aufweisen können – und es werden immer mehr. 2005 waren es „nur“ 384, 190 weniger als heute.
Die Traumwohnungen am Weinbergspark werden 2013 fertiggestellt. Wer hier wohnen will, muss tief (mindestens 1 Mio. Euro) in die Tasche greifen.
Foto: zVgDie meisten von ihnen, 165 Menschen, zahlen ihre Steuern in Charlottenburg-Wilmersdorf. Dicht dran ist Zehlendorf mit immerhin 145 Millionären. In den Ost-Bezirken sind die Zahlen, oben im Atlas der Millionäre erkennbar, deutlich geringer. Im Prenzlauer Berg wohnen 26 Einkommensmillionäre, in Friedrichshain und dem dazugehörigen Ex-West-Bezirk Kreuzberg immerhin 19.
Exquisite Wohnlage: Die Straße Am Park 4 gegenüber des Sony Centers am Potsdamer Platz.
Foto: Horstmann
Aus Marzahn oder Lichtenberg gibt es erst gar keine Zahlen – zu wenige Einkommensmillionäre leben hier, sie wären zu einfach zu identifizieren.
Die Superreichen meiden den Osten, sie zieht’s ins gesetzte, ruhige und mondäne alte West-Berlin. Kein Wunder, meint Mega-Millionär Rolf Eden (82). „Was sollen die im Osten? Ich fahre ja auch ganz selten mal mit dem Auto nach drüben. Der Westen Berlins ist halt viel schicker, viel eleganter und viel exquisiter.“ Eden selbst lebt übrigens im schicken Dahlem. Im Monat zahlt er allein 30.000 Euro Unterhalt für seine sieben Kinder, verspricht der Frau, die als letzte mit ihm schläft, 250.000 Euro.
Die Fassade des Wohnhauses in der Gleimstraße ist bereits eingerüstet. Neben der drohenden Mieterhöhung fürchten Bewohner auch den Baulärm.
Foto: Lebie
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