Alarmierende neue Zahlen über Kinderarmut in unserer Stadt. 168 078 Mädchen und Jungen leben in Hartz-IV-Familien. Das entspricht einem Anteil von 33,8 Prozent. An der Spitze liegt der Bezirk Mitte (51,5%), gefolgt von Neukölln (49,4%), Friedrichshain-Kreuzberg (42,3%) und Marzahn-Hellersdorf (42,1%). Dessen Bürgermeister Stefan Komoß (SPD) zum KURIER: „Eine bittere Bilanz. Die soziale Lage muss dringend verbessert werden. Wir wollen bis 2016 allen Schulabgängern eine Lehrstelle vermitteln.“
Am geringsten ist der Anteil an armen Kindern in Pankow (17,5%) und Steglitz-Zehlendorf (14,1%). Von den rund 168 000 bedürftigen Mädchen und Jungen haben 62 854 einen Migrationshintergrund. Die meisten davon haben ihren Wohnsitz in Mitte und Neukölln.
Der Senat will nun eine „Strategie zur Bekämpfung der Kinderarmut“ erarbeiten. Details nannte Sozial-Staatssekretär Michael Büge (CDU) auf eine Parlaments-Anfrage der Linken-Abgeordneten Katrin Möller nicht.
ROG
Der Berliner Architekt Le Van Bo führt durch die von ihm entworfene "Hartz-IV-Wohnung".
Foto: dpa
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