Neuer Plan im Kampf gegen den besorgniserregenden Mietenanstieg. Die SPD will preisgünstigeren Wohnraum für Single-Haushalte in Genossenschaften zur Verfügung stellen.
Die Lage ist ernst. In 54 Prozent der Berliner Haushalte leben Singles. 40 Prozent von ihnen haben weniger als 900 Euro Monatseinkommen. Da kleinere Wohnungen knapp sind, mussten Alleinstehende von 2007 bis 2009 Mietsteigerungen von 15 Prozent verkraften.
Ab 2012 soll das Problem angepackt werden. SPD-Bauexperte Michael Arndt zum KURIER: „Rund 300 einkommensschwache Berliner sollen dann in neu errichteten Bauten von Wohnungs-Genossenschaften verbilligt Ein- und Eineinhalb-Zimmerwohnungen bekommen.“ Der Quadratmeter (warm) würde bei etwa sechs Euro liegen.
Die dafür benötigten zehn Millionen Euro an Zuschüssen sollen aus dem umstrittenen Börsengang der ehemaligen Wohnungsbaugesellschaft GSW kommen. Die SPD hatte im Frühjahr dieses Jahres ihre Zustimmung abhängig gemacht von einem „Programm für wohnungswirtschaftliche Projekte“.
R. GORNY


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