Ganz schön cool, die Kolat!
Freitagabend im Ex-Flughafen Tempelhof: Teddy Award, der schwul-lesbische Filmpreis der Berlinale. Dilek Kolat (SPD), Senatorin für Arbeit, Frauen und Integration, kam, sah und schnappte sich die drei halbnackten Männer-Models an der Fotowand.
„Die standen da und sahen gut aus. Ich lasse mich eben gerne mit gutaussehenden Männern fotografieren“, grinste die Politikerin. Und was sagt ihr türkischer Ehemann dazu? „Der ist heute nicht in Berlin.“
Kolat betonte, dass die Gala politische Signal-Wirkung habe. Gegen Homophobie. Für Toleranz. „Ich möchte gerne mal zum Christopher Street Day in Istanbul“, verriet sie. In der Türkei gebe es in Sachen Gleichberechtigung noch viel Handlungsbedarf.
Handlungsbedarf sah Kolat wohl auch bei Kim, Philip und Ahmad, den knackigen Kerlen, die mit ihr posierten: „Sie war total locker drauf“, befand Philip. „Aber wer sie ist, habe ich erst gecheckt, als sie es gesagt hat.“
Die Special Teddy Awards, die Ehrenpreise, gingen übrigens an Filmemacherin Ulrike Ottinger und den Travestie-Künstler Mario Montez.

Erst quatschen, dann feiern: Am vorletzten Berlinale-Tag musste Doris Dörrie (56, „Glück“) noch mal richtig ran. Mehr...
