Schwarzhaar mit Pony, kecke Wangengrübchen, Augen wie Riesen-Murmeln. Christina Ricci (32) heißt die Schöne, die Robert Pattinson (25) im Film „Bel Ami“ in die feine Pariser Gesellschaft einführt. Sie wickelt ihn um den Finger und gleich auch in ihre Laken.
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Glücklicherweise sieht Pattinson selbst die Sache nüchterner. Für die wildromantische Sex-Szene, die im ausgehenden 19. Jahrhundert spielt, bekam der Brite nämlich Hantelverbot erteilt: „Niemand hatte in den 80er-Jahren des 19. Jahrhunderts Sixpacks. Also hieß es: Bloß kein Training!“, verriet der Mädchenschwarm mit neuem Raspelhaarschnitt leicht verlegen im Hyatt und rieb sich verstohlen den Babyspeck. Auch Ricci sieht ihren Ganzkörpereinsatz vor der Kamera rückblickend mit gemischten Gefühlen: „Da waren 200 Leute im Raum. Es gab keine Decke, und außerdem hatte ich Haare unter den Achseln. Da sprießt es, und man denkt als Schauspieler einfach nur: Schlechte Bewegung.“
Der visuell opulente Kostümstreifen von Declan Donnellan und Nick Ormerod (läuft im Wettbewerb außer Konkurrenz) nach dem Roman von Guy de Maupassant (1850–1893) erzählt die Geschichte von einem ehrgeizigen Ex-Soldaten, der skrupellos und ohne falsche Scham vom armen Veteranen zum gefeierten Klatschreporter von Paris aufsteigt. Bei seinem Durchmarsch durch die Salons der Seine-Metropole berauscht er sich am Duft einer korrupten Welt und verführt nebenbei eine schöne Dame nach der anderen. Als Dank darf er dann immer die nächste Sprosse der Gesellschaftsleiter erklimmen.
Pattinson: „Er nimmt das, was er kriegt, um Geld zu verdienen. Das hat Spaß gemacht!“ Uma Thurman (41) gehört auch zu denen, die er kriegt. Die konnte leider nicht mit an die Spree jetten, entschuldigte sich per SMS.
Am Freitag feierte „Bel Ami“ Festival-Premiere. Etliche Fans hatten bereits seit Donnerstag am roten Teppich campiert. Für die Premierenfeier war der Meistersaal angemietet worden.

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