Genuss ist für diese Wett-Esser ein Fremdwort! Sie quälen sich, sie zittern, sie würgen. Einer flüchtet zur nächsten öffentlichen Toilette. Bei der „Berliner Schärfe-Meisterschaft“ gewinnt, wer mehr höllische Curry-Saucen verträgt als alle anderen. Nur Wurst-Masochisten packen die übelste Tunke, die 1400 Mal schärfer als Tabasco ist.
Das Gesicht von Ulrike Winter (26), genannt „die Schmerzlose“, wechselt ständig die Farbe. Von leichenblass zu krebsrot und zurück zu leichenblass. „Das ist pervers!“ ruft Ulrike dem gnadenlosen Saucen-Druiden Tarek (45) zu. Er ist es, der die Wettkämpfer am Weddinger Imbiss „Curry & Chili“ mit seinen Tunken quält. Dazu gibt es extra-fiese Runden mit Chili-Schnaps und Chili-Schoten.
„Wer aufsteht, sich übergibt oder vom Sanitäter für k.o. erklärt wird, ist raus“, erklärt Imbiss-Chef Frank Spieß (46) die Spielregeln. Er übertreibt nicht, denn Rettungssanitäter Marko Voss (36) kommt mit dem Blutdruck-Messen kaum hinterher. Manche der zehn Wett-Esser mit Kampf-Namen wie „Kaiserfeuerscheißer“ weinen fast.
Wer hier durchhalten will, muss abgehärtet sein: „Ich habe mir eine Woche lang brennende Muskel-Creme ins Gesicht gerieben“, verrät Soner Denirci (31). Trotzdem sind es nach zwei höllischen Stunden Peter (40) und Ulrike („die Schmerzlose“), die als einzige noch am Tisch sitzen. Die Jury ernennt kurzerhand beide zum Sieger.
Übrigens: Der nächste Schärfe-Wettstreit steigt am 4. Juni (14 Uhr) vor dem Saucen-Laden „Pfefferhaus“ am Alexa .
MOW


Wegschauen, pöbeln, rasen – auf der Suche nach dem Anstand: Hier die ganze Serie! Mehr...
Auf der Spur von Rockern, Araber-Clans und der Vietnam-Mafia Mehr...