Armut trifft Kinder zu Weihnachten besonders hart. F Foto: Rolf Vennenbernd / dpa

Rund zwei Millionen Kinder in Deutschland werden nach Einschätzung des Präsidenten des Deutschen Kinderschutzbunds, Heinz Hilgers, zu Weihnachten nicht einmal ein kleines Geschenk bekommen. „Die Vorstellung über die Lebenssituation dieser Familien ist im Bildungsbürgertum überhaupt nicht vorhanden“, sagte Hilgers der Rheinischen Post aus Düsseldorf.

Die meisten dieser Kinder würden an Weihnachten besonders unter der Armut ihrer Familien leiden. Viele von ihnen seien es gewohnt, benachteiligt zu sein, und hätten ihre eigene Art der Verarbeitung entwickelt, sagte Hilgers weiter. „Um nur nicht bloßgestellt zu werden, ziehen sie sich zum Beispiel von ihren Freunden und Schulkameraden zurück.“

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Kinderarmut ist in Deutschland allgegenwärtig. Auch wenn sie von Außen nur selten zu erkennen ist. Nach Angaben des Deutschen Kinderhilfswerks können sich fast 900.000 Familien mit Kindern keine regelmäßigen ausgewogenen Mahlzeiten leisten. Außerdem leben rund 800.000 Kinder in Wohnungen, die nicht richtig beheizt werden.

Insgesamt sollen fast 2,7 Millionen Mädchen und Jungen in Deutschland in Armut leben. Um betroffenen Kindern in Deutschland bessere Chancen im Leben zu ermöglichen, engagiert sich das Deutsche Kinderhilfswerk.