Husky-Mix Eila sitzt vor dem gesperrten Hochhaus: Mit Herrchen Oliver Schulz musste sie raus. Berliner KURIER/Markus Wächter

Die Ursache für den schweren Wasserschaden im Hochhaus Leipziger Straße 40 bleibt ungeklärt. Warum ein Druckventil der Feuerlöschleitung in der 11. von 22 Etagen dem ständig anliegenden Wasserdruck am Samstagabend nachgegeben hatte, ist nach wie vor offen. Voraussichtlich können die evakuierten Mieter erst in knapp zwei Wochen in ihre Wohnungen zurückkehren.

Matthias Borowski, Sprecher der Wohnungsbaugesellschaft  Mitte: „Feuerlöschleitungen  werden regelmäßig auf ihren Zustand und ihre Einsatzbereitschaft im Brandfall geprüft. Die letzte Prüfung erfolgte im Juli 2021. Hierbei zeigte die Anlage keine Auffälligkeiten.“

Betroffen von den Fluten sind laut Borowski vor allem die Aufzugsschächte und der Schacht für die Stromversorgung, „inwieweit die Wohnungen von Wasserschäden betroffen sind, kann noch nicht abschließend beurteilt werden.“ .

Im Hochhaus Leipziger Straße muss eine Strom-Ersatzleitung gelegt werden

Der Sprecher: „Derzeit geht es darum, einen betriebssicheren Zustand herzustellen. Dabei liegt die größte Herausforderung in der Instandsetzung der Elektroanlage. Durch den erheblichen Wassereintritt wurden diverse Komponenten und Leitungen beschädigt und müssen ertüchtigt oder erneuert werden. In den nächsten zwei Wochen soll zunächst eine Ersatzleitung gelegt werden.“

Eine Aufzugfirma werde sich daran machen, die Funktionstüchtigkeit der Lifts zu prüfen, wenn alles Wasser abgepumpt sei. Ein erstes Team war schon da.

Mieter, die beispielsweise notdürftig bei Verwandten oder Freunden untergekommen waren, können sich bei der WBM unter der Nummer 2471-4444 (8-17 Uhr) melden: Man sei bestrebt, Unterkünfte bereitzustellen und übernehme auch Hotelkosten.